Nicht ohne sichere Konzepte

Bürgermeister bittet Bürger um Geduld  bei Öffnung von VHS und Sporthallen

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Auch an der Halle am Sportzentrum Badstraße herrscht derzeit noch Ruhe. Das soll sich jedoch bald ändern.

Bei der Öffnung von Sportstätten, Volkshochschulen oder Musikschulen gelten strenge Richtlinien. Deren Einhaltung ist nicht einfach.

Obertshausen – Sportstätten, Volkshochschulen oder Musikschulen – sie alle dürfen nach den neuen Verordnungen des Landes Hessen wieder für den Kurs- und Trainingsbetrieb öffnen. Dabei gilt es für die Sicherheit von Schülern, Sportlern, Dozenten und Betriebsangehörigen zahlreiche Auflagen zu erfüllen. Um deren Beachtung sicherzustellen, erarbeitet der Fachbereich Sport- und Kultur der Stadt Obertshausen derzeit Konzepte mit Schutz- und Hygienemaßnahmen, die die geforderten Auflagen erfüllen. Erst dann, so heißt es aus dem Rathaus, könne der Betrieb weitergehen.

Bis die Sicherheitskonzepte für die städtischen Angebote der VHS und Musikschule sowie für den Sport ausgearbeitet sind, könne es jedoch noch einige Tage dauern, kündigt Bürgermeister Roger Winter an. Daher bittet der Rathauschef die Bürger noch um ein wenig Geduld und Verständnis: „Wir freuen uns alle, wenn der Betrieb in dieser schwierigen Situation wieder anläuft und etwas Normalität in den Alltag einkehren kann.“

Sowohl bei der Musik- und Volkshochschule als auch bei den städtischen Sportstätten liege das Hauptaugenmerk auf den Flächen der jeweiligen Räumlichkeiten. So muss jedem Kurs- oder Trainingsteilnehmer ausreichend Platz zur Verfügung stehen, um die geforderten Abstandsregeln einhalten zu können. Dies schränke die Anzahl von Menschen je nach Raum ein. „So können bei stark frequentierten Angeboten nicht alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichzeitig die Kurse oder das Training besuchen“, betont Fachbereichsleiter Jürgen Hofmann. Zudem müssen er und sein Team ihre Konzepte auch mit den Leitern der Obertshausener Schulen abstimmen. Denn ein Großteil der Volkshochschulkurse sowie der Musikschulunterricht fanden bisher in Räumen der örtlichen Schulen statt.

Diese werden jedoch zunächst für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs benötigt und stehen daher nicht wie gewohnt zu Verfügung. „Wir bedauern, dass so bis auf Weiteres zahlreiche Sprach- und Kunstkurse aufgrund von Raummangel entfallen müssen“, teilt Hofmann mit. Man stehe jedoch weiterhin mit den verschiedenen Akteuren im regen Austausch.

Darüber hinaus versuchen die Mitarbeiter des Fachbereichs, auch andere Möglichkeiten zu finden. So soll die Musikschule zukünftig etwa einige städtische Räume vorübergehend nutzen, um insbesondere Einzelunterricht zu ermöglichen. Zum Schutz und zur Hygiene hat die Stadt die Musiklehrer mit Desinfektionsmittel, Gesichtsvisieren und Mund-Nase-Masken ausgestattet.

Für alle, denen kein Präsenzunterricht vor Ort ermöglicht werden könne, bestehe die Möglichkeit, den Instrumentalunterricht online zu „besuchen“ oder auf selbsterstellte Lernvideos und Materialien der Musikschule zurückzugreifen. Über mögliche Veränderungen und weitere Lockerungen in den kommenden Wochen will die Stadt Kursteilnehmer und Sportler auf dem Laufenden halten. thh

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