CDU-Bürgermeister-Kandidat

Für Gerhards beginnt heiße Phase des Wahlkampfs 

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Im Wahlkampf setzt CDU-Bürgermeisterkandidat Hubert Gerhards auch auf einen 50-köpfigen Unterstützerkreis.

Obertshausen - „Ich werde das Rad Obertshausen nicht neu erfinden“, sagt Hubert Gerhards. „Schließlich trage ich seit vielen Jahren Mitverantwortung in der Stadt“. Noch mehr Verantwortung will Gerhards als Bürgermeister übernehmen. Von Karl-Heinz Otterbein 

Wie berichtet, geht der 62-jährige Erste Stadtrat am 9. März als CDU-Kandidat ins Rennen ums Amt des Rathauschefs. Gestern stellte er bei einem Pressegespräch sein Wahlprogramm vor. „Ich den kommenden sechs Jahren warten neue Herausforderungen, die beherzt angepackt werden müssen“, sagt der im Westerwald geborene und aufgewachsene Volljurist, der seit dem 1. August 1992 als Erster Stadtrat in Obertshausen tätig ist. „Dafür habe ich mir neun Schwerpunkte gesetzt.“

Zu den Projekten, die für ihn Priorität haben, gehören die Neugestaltung des Beethovenparks, neue Nutzungen für das seit Jahren leerstehende Gebäude der Fröbelschule und des ebenfalls seit Jahren leerstehende Bahnhofsgebäudes sowie die Verbesserung der Verkehrssituation rund um den Autobahnanschluss Obertshausen. Letzteres nicht zuletzt wegen des Baus des DHL-Paketzentrums im Gewerbegebiet Herbäcker.

Regelmäßiger Kontakt mit heimischen Gewerbe

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Er werde sich zudem für den Ausbau der Betreuung an der Sonnentauschule, den Ausbau der U3-Plätze und bessere Arbeitsbedingungen für den Familienverein „Tausendfüßler“ einsetzen, erklärt der seit 1980 mit seiner Frau Ursula verheiratete Vater dreier erwachsener Söhne. Dazu beitragen soll der Bau eines Mehrzweckgebäudes auf dem Gelände des Festplatzes an der Vogelsbergstraße. In dem Gebäude soll nicht nur die Betreuung der Sonnentauschule untergebracht werden, auch die Tausendfüßler und die Seniorenhilfe sollen dort neue Domizile finden.

Die Hauptaufgabe kommunaler Wirtschaftsförderung sieht der seit 30 Jahren mit seiner Familie in Obertshausen lebende begeisterte Alpinist in regelmäßigen Kontakten zum heimischen Gewerbe. Er mache sich für die Ansiedlung eines Ärztehauses ebenso stark wie für einen neuen Jugendtreff am Schulzentrum als Ersatz für das Jugendzentrum an der Bahnhofstraße, das aus Brandschutzgründen schon lange nur noch eingeschränkt genutzt werden könne.

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Die Musikschule („ein Markenzeichen der Stadt“) mit ihren 1200 Schülern solle erhalten und weiter finanziell unterstützt werden, die Naherholungsgebiete sollen erhalten und verbessert werden.

Er habe auch vor, verstärkte Anstrengungen zu unternehmen, um ausländische Mitbürger für die Mitarbeit in Vereinen, Hilfsorganisationen und Feuerwehr zu gewinnen, das innerörtliche Radwegenetz auszubauen und Verkehrskreisel errichten zulassen, wo sie sinnvoll und wirtschaftlich seien. Alle Vorhaben sollten indes auf ihre Finanzierbarkeit überprüft werden.

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Im Rennen ums Bürgermeisteramt könne er neben seinem aus CDU-Vorstandsmitgliedern und -Parlamentariern bestehenen Wahlkampf-Team auch auf einen 50-köpfigen unabhängigen Unterstützerkreis setzen, sagt Gerhards. Er habe sich im Vorfeld Männer und Frauen aus verschiedenen Bereichen gesucht, die unter anderem gemeinsam mit ihm Hausbesuche machen und beim Plakatieren sowie an Wahlständen und „Kandidat-vor-Ort“--Terminen helfen.

„Wir müssen um jede Stimme kämpfen und unsere Wählerinnen und Wähler mobilisieren“, sagt der 62-Jährige, der in seiner Freizeit gerne liest und mit dem Fahrrad unterwegs ist. „Ich warne davor zu sagen, die Wahl sei schon entschieden. Sie ist es erst am Abend des 9. März. Dann möchte ich mindestens 50 Prozent plus eine Stimme haben.“

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