DRK-Ortsverein übernimmt Fahrzeug vom Kreisverband

Krankenwagen sucht Mitfahrer

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Elmar Fuß, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Hausen, steht zwischen dem neuen Krankenwagen (links) und einem Fahrzeug des Katastrophenschutzes.

Obertshausen - Einen neuen Krankenwagen hat der DRK-Ortsverein vom Kreisverband übernommen. Jetzt bemüht sich das Team um Vorsitzenden Elmar Fuß um neue engagierte Mitglieder. Von Michael Prochnow 

Der Alte gab nach 23 Jahren den Geist auf. Allerdings eher vom Rumstehen als von rasanten Einsätzen, schildert Elmar Fuß das Schicksal des bisherigen Krankenwagens des DRK Hausen. Ein Motorschaden zwang den Vorstand, sich nach Ersatz für seinen VW T4 umzusehen. Gefunden hat er ein gebrauchtes Fahrzeug vom Rettungsdienst des DRK-Kreisverbands Offenbach.

Der muss seine Wagen nach zehn Jahren auswechseln, erläutert Fuß. Die Aktiven konnten das Gefährt auf Basis eines Mercedes Sprinter für einen symbolischen Betrag übernehmen, mussten aber noch 5 000 Euro für Aufbereitung und die Ausstattung mit neuem Martinshorn und einer reflektierenden Beklebung aufbringen.

Das Auto wird bei Veranstaltungen als mobile Unfallhilfsstelle für die Erstversorgung eingesetzt. Ein Wespenstich beim Europafest, ein Sturz und eine Verstauchung beim Volkslauf dürfen die Ehrenamtlichen in dem Auto behandeln. Die Fahrt zu einer Klinik müssen sie dem Rettungsdienst des Kreises überlassen.

Die Helfer gelangen mit dem Neunsitzer zu Sanitätsdiensten, zur Betreuung von Turngaufest, Autoslalom an der B 448, Firmenjubiläum der Magna, Heimspielen der Kickers, Maskenbällen in der Stadthalle und zu Rathaussturm und dem Straßenumzug in Bürgel, den die Hausener in Absprache mit dem Ortsverein Offenbach betreuen. Auch beim Rosenmontagszug in Seligenstadt sind zwischen vier und zehn Helfer vor Ort, zählt der Vorsitzende auf.

Neben dem jüngeren Modell unterhält der Verein einen Rettungswagen des Katastrophenschutzes, der für Sanitätsdienste und Einsätze mit der Feuerwehr genutzt wird.

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Die derzeit zehn ausgebildeten Sanitäter bearbeiten bei ihren Übungsabenden alle zwei Wochen montags spezielle Themen. „Wir kooperieren eng mit anderen Ortsvereinen und laden Referenten ein“, beschreibt Fuß. Der jüngste Aktive ist 17 Jahre, manche gehen auf die 50 zu. „Interessierte sollten soziales Engagement und Zeit mitbringen, eine Helfer-Grundausbildung und den Sanitätskurs mit 80 Unterrichtseinheiten über zwei Jahre absolvieren“, informiert der Leiter. „Zwischendrin können sie schon bei Einsätzen Erfahrung sammeln.“

Der DRK-Ortsverein Hausen zählt insgesamt rund 40 Aktive in Jugendrotkreuz, Kleiderstube und Bereitschaft, dazu fast 700 fördernde Mitglieder. Weitere Mitstreiter sucht auch die Kleider-Ausgabe, die dann ihre Öffnungszeiten ausweiten könnte und das Jugendrotkreuz. Teenager treffen sich dienstags um 17.30 Uhr, Kinder ab sechs Jahre samstags um 16 Uhr.

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