Kultur

„Es passiert etwas“: Theaterclub Lachmal plant eine neue Veranstaltung

Der Theaterclub Lachmal tritt auch in diesem Jahr nicht wie gewohnt auf.
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Der Theaterclub Lachmal tritt auch in diesem Jahr nicht wie gewohnt auf.

Das Stück zum 25-jährigen Bestehen war schon ausgewählt, die Vorbereitungen schon im Gange – doch dann mussten vergangenes Jahr alle Veranstaltungen vom Theaterclub Lachmal abgesagt werden. Doch diesmal soll es wieder etwas zu lachen geben – wenn auch nicht in Form eines Theaterstückes.

Obertshausen – „Wir waren sehr traurig, dass wir alles absagen mussten“, sagt der Vorsitzende des Theaterclubs, Thomas Zeiger. „Vor allem, da die ganzen Organisationen, die wir unterstützen, kein Geld bekommen haben.“ Zu diesen Organisationen zählen unter anderem das Clementinen-Kinderhospital in Frankfurt, der Verein „Hilfe für krebskranke Kinder“ oder die Clowndoktoren. Letztere sind ausgebildete Clowns, die schwer kranke Kinder im Krankenhaus besuchen. „Das ist nicht einfach, weil sie da auch teilweise zu krebskranken Kindern gehen“, zollt Zeiger seinen Respekt.

„Für gewöhnlich haben wir, pro Spielzeit mit vier Vorstellungen, jedes Jahr zwischen 10  und 12 000 Euro spenden können“, berichtet der Vorsitzende. Dabei ist es ihm wichtig, dass er sieht, wo das Geld hingeht und dass den Kindern geholfen werden kann. „Wir wollen Menschen zum Lachen bringen, damit Kinder auch wieder lachen können“, fasst er die Intention des Theaterclubs zusammen. Daher sei es dem Vorsitzenden auch stets wichtig gewesen, dass man lustige Stücke spielt. Da der Verein von lokalen Geschäften unterstützt wird, war es möglich, relativ günstige Speisen und Getränke anzubieten. „Wenn einer zu uns ins Theater geht, kann er für zehn, 15 Euro einen tollen Abend haben“, sagt Zeiger.

Noch kein Datum für die Ausstellung

In der Mehrzweckhalle, in der der Theaterclub für gewöhnlich seine Stücke aufführt, sind aufgrund der aktuellen Beschränkungen nicht die Masse an Menschen zugelassen, wie es gewünscht wäre. Daher hat man an einer Alternative gearbeitet.

„Wir haben uns überlegt, dass wir eine Ausstellung machen möchten“, berichtet Zeiger. Dabei sollen unter anderem Videoausschnitte von den vergangenen Aufführungen gezeigt und vielleicht die Clowndoktoren zur zusätzlichen Unterhaltung angefragt werden. Aber auch die Option einiger interaktiver Programmpunkte möchte sich der pensionierte Lehrer offen halten. „Ich könnte mir da ein kleines Quiz oder ein Gewinnspiel vorstellen“, sagt er mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Bisher ist die Ausstellung für Herbst geplant, wenn auch noch kein Datum feststeht. Da die Theaterabende für viele Menschen jedoch Kultstatus haben, ist es für Zeiger selbstverständlich, dass man in diesem Jahr wieder etwas machen muss. „Denn das zeigt: Es passiert etwas in Obertshausen“, findet er. (Von Jan Max Gepperth)

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