Gemeinsam für Integration

Stadt Obertshausen lädt ehrenamtliche Flüchtlingshelfer zum gemeinsamen Austausch ein

Kräfte bündeln: Erster Stadtrat Michael Möser (von links), Andrea Dosch, Helga Kennerknecht (unten), Karin Thomas (oben), Daniel Kettler, Barbara Leyendecker, Thomas Picard, Bürgermeister Manuel Friedrich und Ursula Klinzing sprachen über die Integration.
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Kräfte bündeln: Erster Stadtrat Michael Möser (von links), Andrea Dosch, Helga Kennerknecht (unten), Karin Thomas (oben), Daniel Kettler, Barbara Leyendecker, Thomas Picard, Bürgermeister Manuel Friedrich und Ursula Klinzing sprachen über die Integration.

Ein Rückgang bei den Zahlen Geflüchteter, die nach Obertshausen kamen, ein eingespieltes Team engagierter Ehrenamtler, die sich um jene Menschen, die in der Stadt ein neues Zuhause gefunden haben, kümmert und nicht zuletzt die Corona-Pandemie, die dafür gesorgt hat, dass Gruppenangebote und öffentliche Veranstaltungen abgesagt werden: Es war in der letzten Zeit ein wenig ruhiger um die Flüchtlingshilfe in Obertshausen geworden.

Obertshausen – Doch das soll sich nun wieder ändern, haben die Aktiven der Flüchtlingshilfe Obertshausen beschlossen. Auf deren Initiative trafen sich die Ehrenamtlichen mit Bürgermeister Manuel Friedrich, Erstem Stadtrat Michael Möser sowie Fachdienstleiter Daniel Kettler und Andrea Dosch vom Fachdienst Soziale Leistungen zu einem Austauschgespräch rund um die vielen Aspekte des Themas Integration. Beim gemeinsamen Austausch berichteten sowohl Stadt wie Ehrenamtler von ihrer aktuellen Situation. Schnell sei man sich dabei über gemeinsame Herausforderungen und Ziele einig geworden, heißt es aus dem Rathaus. „Die Arbeit ist auch durch Corona etwas ins Stocken geraten“, sagt Rathauschef Manuel Friedrich. Die Stadt will nun alle Akteure einladen. Um den Ball wieder ins Rollen zu bringen, sei als nächster Schritt ein runder Tisch geplant, kündigt er an. Dieser soll die gemeinsamen Kräfte bündeln. Denn, so betont Friedrich, in Obertshausen sind viele kompetente Akteure an der Integrationsarbeit beteiligt. Diese müssten ihre Kräfte angesichts der neuen Herausforderungen bündeln.

War es zu Beginn der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 zunächst wichtig die Menschen unterzubringen und zu versorgen, ist inzwischen vor allem die Integration der Migranten in die örtlichen Strukturen, aber auch in den Arbeits- und auch Wohnungsmarkt zu einer großen Herausforderung geworden. „Wir sind natürlich sehr dankbar über die Bereitschaft und das Engagement der Ehrenamtlichen, sich an den nun bevorstehenden Prozessen weiterhin zu beteiligen“, betont Friedrich. „Die Ehrenamtlichen beweisen einmal mehr, welche Energie und welchen Willen sie mitbringen und welcher Gemeinschaftsgeist die Integrationsarbeit prägte und weiterhin prägen wird“, ergänzt Erster Stadtrat Michael Möser. „Das gemeinsame Ziel von uns allen ist, den Menschen zu helfen“, fasst eine der Ehrenamtlichen zusammen. So soll von der Integrationsarbeit in Obertshausen schon bald wieder mehr zu hören sein, kündigt der Rathauschef an.

Neu hinzugekommen ist ist die ASB Lehrerkooperative, mit der sich die Stadt im engen Austausch befindet. Diese bietet Geflüchteten Deutschunterricht an (wir berichteten). „Zusammen mit den etablierten Kräften wie den Maltesern und der Diakonie oder auch dem Ausländerbeirat können wir natürlich ein starkes Netzwerk bilden“, erläutert Fachdienstleiter Daniel Kettler. Dieses solle künftig allen in Obertshausen zugute kommen, die Hilfe brauchen, ergänzt Michael Möser.  (thh)

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