Stadtmarketing

Für mehr Nachhaltigkeit: Stadtmarketing startet mit einem Repair Café im Familienzentrum

Voller Vorfreude: Die Helfer des Repair Cafés warten auf die Eröffnung.
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Voller Vorfreude: Die Helfer des Repair Cafés warten auf die Eröffnung.

Was soll man denn mit einem Toaster machen, der nicht mehr richtig arbeitet? Normalweise wirft man ihn weg und kauft sich einen neuen. Diesem Vorgehen möchte das Stadtmarketing Obertshausen entgegenwirken und startet daher am Samstag, 7. August, mit dem ersten Obertshausener Repair Café.

Obertshausen – „Reparieren statt Wegwerfen“ lautet das Motto, wie Andreas Fornauf erklärt. „Wir wollen damit den Nachhaltigkeitsgedanken etwas stärken“, sagt er. „Und wenn die freiwilligen Helfer dabei die Möglichkeit haben, etwas zu retten, dann ist das doch eine schöne Geschichte.“

Wichtig sei jedoch, dass es sich bei dem Repair Café nicht um einen Service handele, bei dem man seine Sachen abgebe und sie später repariert abhole. „Wir wollen gemeinsam an den Objekten arbeiten“, erläutert Fornauf. „Wir wollen quasi Hilfe zur Selbsthilfe bieten.“

Snacks und Getränke für einen kleinen Betrag

Denn das Repair Café, das sich in den Räumlichkeiten des Familienzentrums an der Vogelsbergstraße befindet, soll auch als eine Art Treffpunkt fungieren, wie Nicole Luque vom Verein Tausendfüßler berichtet. Als Betreiber des Familienzentrums stellt der Verein dem Stadtmarketing quasi Räumlichkeiten zur Verfügung. Neben dem Verein Tausendfüßler unterstützt auch der Malteser Hilfsdienst Obertshausen das Projekt.

Um zum Verweilen einzuladen, möchten die Tausendfüßler auch Snacks und Getränke für einem kleinen Betrag anbieten. „Die Speisen müssen der Corona-Auflagen wegen leider abgepackt sein, aber wenn es möglich ist, wollen wir natürlich auch selbst gebackenen Kuchen anbieten“, sagt Luque, die positiv gestimmt ist, dass „alles sehr gut laufen wird“.

Helfer werden noch gesucht

Bisher konnten laut Fornauf rund 20 Helfer für das Angebot gewonnen werden. Diese stellen unterschiedliche Fähigkeiten zur Verfügung, wie eine Fahrradreparatur, Nähkünste oder Softwarekenntnisse. „Da sind wir gut aufgestellt.“ Trotzdem freue man sich weiterhin über engagierte und qualifizierte Helfer, die ihre Fähigkeiten und Kenntnisse einbringen wollen.

Doch auch Sachspenden wurden bisher getätigt. So hat die Heusenstammer Firma K&S Tools eine Basisausstattung an Werkzeugen zur Verfügung gestellt. Fornauf stellt jedoch klar, dass man, wenn man Geräte repariert, auf keinen Fall mit dem lokalen Einzelhandel konkurrieren wolle. „Sollten irgendwelche Ersatzteile benötigt werden, versuchen wir diese vor Ort zu kaufen“, sagt Fornauf.

Das Café selbst soll jeweils am ersten Samstag eines Monats von 14 bis 17 Uhr geöffnet sein. Besucher sind aufgefordert, die aktuell geltenden Hygieneregeln einzuhalten und haben die Möglichkeit, ihre Kontaktdaten mithilfe der Luca-App zu hinterlegen. „Wer damit Probleme haben sollte, bekommt auch gerne eine kleine Handyberatung oder kann den Zettel per Hand ausfüllen“, sagt Fornauf.

Anmeldeformular soll mehr Effektivität ermöglichen

Um die Hilfestellung möglichst effektiv zu gestalten, soll jeder bald die Möglichkeit bekommen, auf der Website des Stadtmarketings ein Anmeldeformular auszufüllen. Dort können Name, Problem und Wunschtermin angegeben und sogar mit einem Foto ergänzt werden. So haben die Helfer die Möglichkeit, schon einen ersten Blick auf das Problem zu werfen und sich bereits etwaige Lösungen zu überlegen.

Wer sich engagieren oder Sachspenden wie beispielsweise Werkzeug zur Verfügung stellen möchte, wendet sich per Mail an repaircafe@ 63179.info. (Von Jan Max Gepperth)

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