„Endlich auch mal umsetzen“

Zu Gast bei BfO-Bürgermeisterkandidat Rudolf Schulz

Rudolf Schulz geht bei der Bürgermeisterwahl am 8. März für die Bürger für Obertshausen ins Rennen. Foto: p
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Rudolf Schulz geht bei der Bürgermeisterwahl am 8. März für die Bürger für Obertshausen ins Rennen.

Es ist ruhig im schulz’schen Mehrgenerationen-Haus an diesem Morgen. Drei Generationen der Familie wohnen hier unter einem Dach, helfen sich gegenseitig.

Obertshausen – So unterstützt aktuell auch die ganze Familie den Bürgermeister-Wahlkampf von Rudolf Schulz, von seiner Frau und den zwei Kindern bis zur Schwiegermutter und der Schwägerin. Das entlastet, fängt auf, freut sich der Kandidat der Bürger für Obertshausen, der sich seit vielen Jahren politisch in seiner Heimstadt und mit den Freien Wählern auch darüber hinaus engagiert.

Die Familie müsse die Entscheidung zu kandidieren natürlich immer mit. „Bürgermeister sein ist für mich ein 24-Stunden-Job“, erläutert Schulz. Da müsse das Familienleben freilich ein wenig zurückstecken. Doch ganz so neu ist das für die Familie des 63-Jährigen nicht, der sich neben der Politik auch im Sozialverband Deutschland und bei der Arbeiterwohlfahrt engagiert. So sitzt neben Rudolf Schulz auch seine Tochter Laura gemeinsam mit ihrem Vater für die Bürger für Obertshausen in der Stadtverordnetenversammlung. Die 25-Jährige ist neben ihrem Studium ebenfalls politisch engagiert, trat bei der vergangenen Kommunalwahl selbst als Kandidatin für die Freien Wähler im Kreis an.

Doch seine Lieben sorgen auch dafür, dass sich zu Hause nicht alles nur um die Politik dreht. „Wenn ich anfange, zu viel zu erzählen, werde ich auch mal eingebremst“, sagt Schulz und schmunzelt. Das erdet, rückt den Blick auf die anderen Dinge im Leben.

„Es ist ja auch ein dickes Paket, das derjenige tragen muss, der die Wahl letztlich gewinnt“, ist sich Rudolf Schulz sicher. Bereits bei der letzten Bürgermeisterwahl habe er überlegt, zu kandidieren. Nun hat der 63-Jährige den Entschluss gefasst, dass es an der richtigen Zeit ist. „Wir müssen etwas bewegen“, betont er. Zu langsam geht es ihm oft in der lokalen Politik und der städtischen Verwaltung zu. „Ich bin natürlich auch sehr ungeduldig, gerade im politischen Bereich“, gesteht er. Das komme nicht bei allen gut an, ist er sich durchaus bewusst, betont jedoch: „Wir müssen aufhören, alles immer nur zu prüfen, sondern endlich auch mal umsetzen“.

Und wie seine beiden Konkurrenten will auch der 63-Jährige ein offenes Ohr für die Bürger haben. „Das machen wir mit den Bürgern für Obertshausen und unseren regelmäßigen Bürgertreffs, bereits seit Jahren. Dass er es damit ernst meine, bewiesen seine Flyer, die in den vergangenen Monaten zu verschiedenen Themen in den Briefkästen der Obertshausener verteilt wurden. „Dort steht meine Handynummer, unter der man mich erreichen kann, und zwar auch noch nach der Wahl“, verspricht er.

Für die Arbeit als möglicher Rathauschef sieht Schulz sich gut vorbereitet. „Ich habe langjährige Verwaltungserfahrung, muss mich nicht erst lange einarbeiten, um zu wissen, wo es hakt“, erläutert er. So war der Obertshausener in der Vergangenheit bereits als Referent im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz sowie im Sportamt der Stadt Frankfurt beschäftigt, zuletzt als dessen stellvertretender Leiter. Als Geschäftsführer ist der 63-Jährige bei der Awo aktuell unter anderem für deren neun Waldkindergärten verantwortlich. So verwundert es nicht weiter, dass Schulz auch beim Thema Kinderbetreuung eigene Ideen mitbringt und vor allem die Anreize für qualifizierte Mitarbeiter verbessern will. „Dabei geht es nicht nur ums Geld“, ist sich Schulz sicher.

VON THOMAS HOLZAMER

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