Friedrich-Ebert-Straße in Hausen

Wird der Testlauf mit Tempo 30 verhindert?

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Die beim RP Darmstadt angesiedelte Obere Straßenaufsicht prüft derzeit, ob der vom Bürgermeister angeordnete Verkehrsversuch in der Friedrich-Ebert-Straße gestartet werden darf.

Obertshausen - Ob Verkehrsteilnehmer, die die Friedrich-Ebert-Straße in Hausen befahren, demnächst für ein halbes Jahr dort tatsächlich mit maximal Tempo 30 unterwegs sein dürfen, ist ungewiss. Von Karl-Heinz Otterbein

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Sechs Monate lang Tempo 30

Bürgermeister Bernd Roth hat zwar vor wenigen Wochen einen vom Stadtparlament im November gefassten Beschluss umgesetzt und in Abstimmung mit Hessen Mobil und der Polizeistation Heusenstamm für den Abschnitt zwischen der Dresdner Straße und der Pfarrer-Schwahn-Straße einen entsprechenden Verkehrsversuch angeordnet. Da es sich bei der Friedrich-Ebert-Straße um eine Landesstraße (L3064) handelt, hat aber das Regierungspräsidium (RP) in Darmstadt das letzte Wort. Und Mitarbeiter der beim RP angesiedelten Oberen Straßenaufsicht informierten sich am vergangenen Donnerstag zusammen mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Straßenverkehrsbehörde des Kreises, der Polizeistation Heusenstamm und Hessen Mobil über die örtlichen Gegebenheiten und die Situation vor Ort, um dann eine Entscheidung zu treffen.

„Die Prüfung läuft noch“, erläuterte RP-Pressesprecher Dieter Ohl gestern auf Anfrage. „Die Entscheidung, ob das Regierungspräsidium dem Verkehrsversuch zustimmt oder nicht, fällt in den nächsten Tagen.“

„Wir haben bei dem Ortstermin unsere Argumente mit Nachdruck vorgetragen und bekräftigt, dass wir in dem genannten Abschnitt gerne Tempo 30 hätten“, erläuterte Bürgermeister Bernd Roth in einem Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir haben insbesondere darauf hingewiesen, dass die Friedrich-Ebert-Straße in dem betroffenen Abschnitt von vielen Schulkindern überquert wird und dass an der Straße Einrichtungen für Betreutes Wohnen und Bildung ihre Domizile haben. Jetzt müssen wir die Entscheidung aus Darmstadt abwarten“.

Bei einer positiven Entscheidung des RP würden seine Anordnung sofort umgesetzt und entsprechende Schilder aufgestellt, erläuterte Roth. Zudem werde der Verkehrsversuch, wie vorgesehen, volle sechs Monate dauern.

Sollte das RP den Verkehrsversuch ablehnen, werde die Stadt wohl den zuständigen Minister Tarek Al-Wazir kontaktieren. „Mit dem neuen Wirtschafts- und Verkehrsminister wollen wir uns ohnehin so schnell wie möglich treffen“, so Roth. „Wir müssen nicht zuletzt wegen des im Bau befindlichen DHL-Paketzentrums in unserem Gewerbegebiet Herbäcker eine Lösung für die Umgestaltung des Autobahnanschlusses Obertshausen finden.“

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