Vier Geschenke vom Minister

Alexander Lorz kürt GKS zur gesundheitsfördernden Schule

Das Zertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ überreichte Hessens Kultusminister Dr. R. Alexander Lorz (von rechts) an GKS-Schulleiter Dirk Ruber und sein Team.
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Das Zertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ überreichte Hessens Kultusminister Dr. R. Alexander Lorz (von rechts) an GKS-Schulleiter Dirk Ruber und sein Team.

Orange, Ananas, Avocado, Petersilie und Blattspinat – das kann doch geschmacklich nicht zusammenpassen?

Obertshausen – Tut es aber doch, wie der grasgrüne Smoothie beweist, den Schüler der 10. und 12. Klassen der Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) gestern ihren Besuchern serviert haben. Die Vitaminbombe passte in diesem Fall perfekt zum Anlass, darf sich die Einrichtung doch ab sofort „Gesundheitsfördernde Schule“ nennen. Das dementsprechende Zertifikat bekamen Schulleiter Dirk Ruber und die Aktiven vom Gesundheitsteam der GKS vom Hessischen Kultusminister Dr. R. Alexander Lorz überreicht.

„Es gibt Phasen, da macht die Arbeit als Schulleiter besonderen Spaß“, freut sich Ruber. Der Dank für die Auszeichnung gebühre vor allem den Kollegen, die sich in den vergangenen Jahren mit viel Herzblut für das Projekt engagiert hatten. „Erfolg ist ein Geschenk, eingepackt in harte Arbeit“, zitiert der GKS-Chef, wobei es nun Zeit sei, dieses auszupacken.

Derer gleich vier hat der Besuch aus Wiesbaden im Gepäck: Eines für jeden Bereich, den es für das Gesamtzertifikat zuvor zu erfüllen galt, wie Lorz erläutert. „Also wirklich harte Arbeit und insofern handelt es sich dabei nicht wirklich um ein Geschenk“, betont Lorz. Und so gibt es neben dem gerahmten Papier auch das obligatorische Schild, das Besucher auf die Auszeichnung der Schule hinweisen soll. Darüber hinaus sponsert das Ministerium 500 Euro für zukünftige Projekte.

Denn mit dem Erwerb des Zertifikats ist die Arbeit nicht beendet, wie auch die Lehrerinnen Eva Schramm und Vesna Wunderlich bestätigen. Gemeinsam bilden beide die Doppelspitze der schuleigenen Gesundheitsgruppe. „Nach fünf Jahren muss das Zertifikat erneuert werden“, erläutert Eva Schramm. Vier Projekte aus den Bereichen Bewegung und Wahrnehmung, Ernährung und Konsum, Sucht- und Gewaltprävention sowie Lehrkräftegesundheit hat die Georg-Kerschensteiner-Schule zuvor realisiert und für jedes davon ein Teilzertifikat erhalten. Für alle vier gibt es nun das Zertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“. Von den Projekten berichten die einzelnen Teams auf Stellwänden und mit einer Videopräsentation. Wie etwa vom alljährlichen Behindertensportfest bei dem im Sportzentrum an der Badstraße rund 300 Schüler mit Behinderung aus Stadt und Kreis Offenbach teilnehmen. Begleitet und betreut werden sie dabei von den Schülern der GKS.

„Es passiert mir nicht alle Tage, dieses Zertifikat an eine große berufliche Schule zu verleihen“, würdigt Hessens Kultusminister und betont gleichzeitig das umfangreiche Portfolio der Obertshausener Einrichtung und das Engagement des Lehrerkollegiums. Vielen Menschen sei nicht bewusst, dass rund 40 Prozent der Hochschulzugangsberechtigungen über den Abschluss an einer beruflichen Schule erworben werden, erinnert er.

Bei einem Rundgang durch die Räume an der Georg-Kerschensteiner-Straße hatte sich der Minister bereits zuvor von der Wirkung der Projekte überzeugt. „Man merkt an vielen Stellen, dass ihre Schule sich der Gesundheitsförderung der Schüler und auch der Lehrkräfte verschrieben hat“, betont er. So wurde unter anderem ein Gesundheitsmanagement und Sportangebote für die Lehrer eingeführt. Für kleine Pausen zwischendurch sorgt zudem ein eigens eingerichteter Ruheraum, für den das GKS-Team von Lorz noch Grünpflanzen geschenkt bekommt.

Dass das Thema Gesundheit längst auch in der schuleigenen Lehrküche Einzug gehalten hat, beweist deren Team die Gäste mit leckeren und gesunden Snacks.

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