Für Laster wird’s eng

Falschparker sorgen regelmäßig für Ärger

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Absolutes Halteverbot: Ohne Parksünder, wie auf diesem Bild, reicht der Platz für die Brummis aus.

Obertshausen – Ob Sperrflächen, Halteverbote oder Hauseinfahrten, die Probleme mit Fahrzeugen, die dort abgestellt wurden, wo sie nichts zu suchen haben, sind und bleiben wohl Dauerthema. Und auch an vielen Stellen in Obertshausen können die Anwohner ein Lied davon singen. Von Thomas Holzamer

So ist auch jener Abschnitt der Brunnenstraße in Höhe der Hausnummer 13 nur einer von vielen Plätzen, an denen es regelmäßig eng wird. An dieser Stelle, gegenüber der Lkw-Zufahrt zum Werksgelände der Firma Feintool, sorgen zugeparkte Sperrflächen wiederholt dafür, dass ausfahrende Sattelzüge oder Lkw mit Anhänger Probleme beim Abbiegen auf die Brunnenstraße haben.

So führt die beengte Situation häufig dazu, dass den Fahrern der Lastzüge keine andere Möglichkeit bleibt, als über den Bürgersteig auszuweichen. Ein Umstand, der in der Vergangenheit bereits zu mehreren Schäden an geparkten Autos von Anwohnern geführt hat – inklusive Fahrerflucht, wie die Fraktion der FDP berichtet. Nach Angaben der Freidemokraten werde vor allem die Sperrfläche direkt neben der Werksausfahrt oft von abgestellten Anhängern oder großen Kastenwagen blockiert. Dies sei auch im weiteren Verlauf der der Brunnenstraße an der Kreuzung mit der Ringstraße der Fall.

Aus diesem Grund hatte die FDP-Fraktion in einer Anfrage an den Magistrat nachgehakt, ob die vorhandenen Sperrflächen ausreichend dimensioniert sind und ob zudem eine Begrenzung der erlaubten Breite für parkende Fahrzeuge entlang der Brunnenstraße möglich wäre, etwa durch ein Parkverbot für große Kastenwagen und Lkw. Darüber hinaus wollte die Fraktion wissen, ob auch an der Kreuzung zur Ringstraße eingezeichnet werden könnten, um die Ausfahrt für Lkw in die Ringstraße zu vereinfachen.

Bei der Stadt ist die Problematik bekannt, teilt Erster Stadtrat Michael Möser in der Antwort des Magistrats mit. So habe eine Vorortüberprüfung der Straßenverkehrsbehörde ergeben, dass die Grenzmarkierungen und Halteverbote entlang der Brunnenstraße auf die Wendekreise der ausfahrenden Lkw abgestimmt wurden. Allerdings sei bei der Bewertung davon ausgegangen worden, dass die Zulieferer bevorzugt nach links, also in Richtung Gartenstraße abbiegen würden. Nach Rücksprache mit dem Unternehmen zeige die Erfahrung jedoch, dass dies – insbesondere durch das Parken im Halteverbot – nicht der Fall sei und die Lkw-Fahrer vermehrt in Richtung Ringstraße abbiegen. Aus diesem Grund sei auf dem gegenüberliegenden Parkstreifen bis zur Einmündung der Straße Im Hain ein absolutes Halteverbot montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr eingerichtet worden, das jedoch besonders in den Abendstunden nicht ausreichend beachtet werde.

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Gemeinsam mit Feintool habe die Stadt vereinbart, zunächst das bereits bestehende Halteverbot durch zusätzliche Verkehrszeichen und eine Grenzmarkierung auf dem Seitenstreifen optisch hervorzuheben, erläutert Möser. Zudem wolle das Unternehmen an seiner Ausfahrt ein Schild mit der vorgeschriebenen Fahrtrichtung links anbringen. Sollten diese Maßnahmen ausreichen, seien zusätzliche Sperrflächen nicht notwendig, so die Antwort an die Fraktion. Eine Breitenbegrenzung, wie von den Freidemokraten angeregt, sei zwar grundsätzlich möglich, in der Praxis jedoch nur sehr schwer umzusetzen, zu überprüfen und zu ahnden. Auch ein Parken nur für Pkw wäre möglich, aber auch dieses sei schwer zu kontrollieren, da etwa Kastenwagen wie Sprinter und Co. sowohl als Pkw wie auch als Lkw zugelassen sein können, informiert der Erste Stadtrat.

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