Gemeinsam etwas erreichen

Fünf junge Genossen gründen Jusos in Obertshausen neu

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SPD-Vorsitzender Jürgen Aulbach (vorne von links) gratuliert seiner Tochter Deborah Goldbach zum Amt der Juso-Vorsitzenden, ihre Stellvertreter sind Tolgahan Düsgün (hinten) und Irem Sahin.

Es gibt wieder Jusos in der Stadt. Am Montagabend gründete sich die Gruppe in der Gaststätte Alte Schmiede und einigte sich auch gleich auf ein Vorstandsteam. 

Obertshausen – Die Jugendorganisation der SPD Obertshausen zählt zunächst nur fünf junge Frauen und Männer, aber weitere Jugendliche haben bereits Interesse bekundet.

„Ich weiß, dass man in einer Partei etwas erreichen kann“, bekräftigt Deborah Goldbach ihre Motivation. Die 25-Jährige wurde bei dem Treffen zur Vorsitzenden gewählt. Als staatlich geprüfte Erzieherin absolviert sie gerade ihr Anerkennungsjahr am Freizeitpädagogischen Zentrum (FPZ) der Waldschule und ist sich sicher, dass die Sozialdemokraten „viel für Kitas tun“ und sich sozialen Belangen annehmen.

Das sieht ihre erste Stellvertreterin Irem Sahin ähnlich. Die 21-jährige Lehramts-Studentin möchte später die Fächer Mathematik, Informatik und Philosophie unterrichten. Sie gehört wie alle neuen Jusos auch der SPD an, möchte sich als Deutsche vor allem für Migranten und für Gerechtigkeit in der Gesellschaft engagieren.

Der Dritte im Bunde des Führungstrios ist Tolgahan Düsgün, 22 Jahre jung und Elektriker bei Magna. Er gehört bereits dem Ausländerbeirat an und arbeitet im Türkisch-Deutschen Kultur- und Freundschaftsverein mit.

Jürgen Aulbach, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, freute sich sehr über die Neugründung der „Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD“, so die offizielle Bezeichnung. „Nach mehreren Versuchen könnt ihr jetzt durchstarten“, spielte er auf die Juso-lose Zeit an. Vor vier Jahren verließen Anja Bechtloff und Manuel Friedrich die Gruppe aus Altersgründen. Beide zogen nach der vergangenen Kommunalwahl in die Stadtverordnetenversammlung ein, wobei Anja Bechtloff ihr Mandat im vergangenen Jahr aus persönlichen Gründen abgegeben hatte. Ihre Nachfolger konnten die verbliebenen Jugendlichen nicht lange halten.

Die Jusos seien eine Abteilung der SPD für Genossen bis zum Alter von 35 Jahren, sie agieren aber eigenständig, erläuterte Aulbach. Mitglieder müssen somit nicht zwingend das Parteibuch der SPD besitzen. Vom Ortsverein der Mutterpartei überreichte er 500 Euro als Startkapital und freute sich, dass die Runde an der Putzaktion „Sauberhaftes Hessen“ am Samstag, 19. Oktober, teilnehmen und damit erstmalig in Erscheinung treten will.

Politisch möchten die jungen Obertshausener sich um einen Treffpunkt für Jugendliche bemühen, nachdem der Basketballplatz am künftigen Familienzentrum an der Sonnentauschule vorerst wegfällt. Auch der seit Langem geplante Schwimmteich am Monte Mare sei ein Thema für sie. Darüber hinaus möchten sie ihre Generation selbst fragen, wo ihnen der Schuh drückt. Zudem plant die Runde auch eine enge Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten in Heusenstamm und Mühlheim.

Wer die Jusos kennenlernen, über ihre Aktivitäten und Termine informiert werden möchte, kann sich per Mail an deborah.goldbach@gmx.de bei der neuen Vorsitzenden melden.
VON MICHAEL PROCHNOW

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