Synergieeffekte nutzen

Seniorenhilfe Obertshausen zieht ins neue Familienzentrum

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Noch steht ein Zaun im Weg: Die Vorsitzende der Seniorenhilfe, Hildegard Ott, vor dem Familienzentrum an der Vogelsbergstraße.

Die Seniorenhilfe Obertshausen zieht ins neue Familienzentrum. Auch andere Vereine kommen zum Zug.

Obertshausen –  Hildegard Ott macht einen zufriedenen Eindruck, wenn sie vor dem gerade entstehenden Familienzentrum an der Vogelsbergstraße steht. Das ist zwar noch ein Rohbau, aber es tut sich was. Dafür reicht der Blick durch den Bauzaun.

„Das wird uns in der Zukunft ganz neue Möglichkeiten bieten“, sagt die Vorsitzende der Seniorenhilfe Obertshausen (SHO). Denn das Familienzentrum soll neben dem Familienverein Tausendfüßler und der Mensa für die benachbarte Sonnentauschule auch dem VdK und der SHO ein Zuhause bieten. „Da versprechen wir uns viel von.

Obertshausen: Seniorenhilfe zieht ins Familienzentrum

Der wohl größte Vorteil sei die gute Lage. „Die Anbindung ist viel besser als an der Grenzstraße – gerade älteren Menschen kommt es entgegen, dass direkt vor dem Familienzentrum eine Bushaltestelle ist“, betont Ott. Außerdem erhofft sich die Vorsitzende Synergieeffekte. „Wir sind in losen Gesprächen mit den Tausendfüßlern, aber auch das Haus Jona ist genau gegenüber – in dieser Hinsicht würden sich Verabredungen anbieten“, erläutert sie. Mit den neuen Nachbarn sei einiges möglich. „Das kann ein richtiger Aufschwung für den Verein bedeuten.“

Rund 660 Mitglieder zählt die Seniorenhilfe aktuell, darunter etwa 80 Aktive, die sich regelmäßig in den zahlreichen Angeboten der SHO engagieren. „Leider werden auch unsere Helfer immer älter“, bedauert Ott. Die könnten nicht mehr so viel leisten wie das früher noch möglich war. „Vielleicht ändert sich das auch mit dem neuen Standort“, hofft die Vorsitzende. Dann könne man dank der Zusammenarbeit und den neuen Räumlichkeiten eine breitere Palette anbieten. „Aber über Einzelheiten haben wir jetzt noch nicht gesprochen, da muss man erst einmal abwarten.“

Obertshausen: Kein Problem mit Platz für Seniorenhilfe mehr

Eins ist klar, die Platzproblematik an der Grenzstraße wird behoben. Ott betont: „Dort haben wir ein kleines Büro, künftig haben wir ganz andere Möglichkeiten. Das Motto ,Aktiv für Jung und Alt’ können wir in ganz anderer Art und Weise aufgreifen.“ Im künftigen Büro im Familienzentrum will die Seniorenhilfe ihre Sprechstunden erweitern. Denn der kleine Raum an der Grenzstraße mit zwei Stühlen kaum Platz für Verwaltung und Beratung Hilfesuchender. Und auch den gegenüberliegenden Gruppenraum teilt sich der Verein mit anderen Nutzern. Mal etwas stehen lassen oder gar lagern, geht dort nicht. Auch einen offenen Treff oder ein Café für Alt und Jung würden die Aktiven gerne realisieren.

1800 Teilnehmer waren bei den zahlreichen Veranstaltungen der SHO dabei, die die fleißigen Ehrenamtler trotz weniger aktiven Helfern auf die Beine stellen. Egal ob Radtouren, Lesungen, Stammtisch-Treffen, Ausflüge oder Vorträge wie „Sicherheit für Senioren“ das Programm der Seniorenhilfe ist immer gut gefüllt. „Wir wollen ein vielfältiges Angebot für ein lebhaftes Miteinader schaffen“, betont Ott. „Es wäre schön, wenn wir wieder das Interesse am Helfen wecken. Da wären der ganze Vorstand aber auch die Teilnehmer der zahlreichen Veranstaltungen sehr dankbar.“

Weitere Infos: seniorenhilfe-obertshausen.de

VON PATRICK EICKHOFF

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