Container für mehr Platz

Waldschule an der Brückenstraße bekommt zusätzliche Klassenräume

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Zusätzlicher Platz für mehr Schüler: An der Waldschule entsteht in den Sommerferien das nächste Container-Provisorium in Obertshausen.

Es wird eng in der Waldschule. Nicht erst seit gestern ist das Raumangebot im Grundschulbau an der Brückenstraße knapp. Zum kommenden Schuljahr wird sich die Situation voraussichtlich noch verschärfen.

Obertshausen – Denn dann wird die bisher vierzügige zur fünfzügigen Grundschule und trägt damit den gestiegenen Schülerzahlen Rechnung. Etwa 225 Kinder besuchen ab dem nächsten Schuljahr die flexiblen Eingangsklassen der Waldschule, informiert Schulleiterin Elke John. Jede Lerngruppe dieser kombinierten ersten und zweiten Klassen besteht aus maximal 25 Abc-Schützen. Und die brauchen Platz.

Den soll künftig zunächst ein Provisorium in Form von Containern bieten, das in den Sommerferien auf dem Schulgelände aufgestellt wird, erläutert Kreissprecherin Ursula Luh auf Anfrage. Das biete Platz für zwei zusätzliche Klassenräume, in denen die Kinder zukünftig lernen können und solle den Raumbedarf der Grundschule so lange sichern, bis ein für die Zukunft geplanter Erweiterungsbau dauerhaft für Abhilfe sorge.

Seinen Platz findet das Provisorium auf der an den benachbarten Sportplatz grenzenden Grünfläche des Schulgeländes. „Das war unser Wunschplatz“, sagt die Schulleiterin. Ein Vorteil sei unter anderem, dass dadurch kaum Platz auf dem Schulhof verloren gehe. Mit den beiden zusätzlichen Klassenräumen verfügt die Waldschule dann wieder über genug Platz für den Unterricht, wobei man intern noch planen müsse, wie diese genutzt werden sollen, erläutert Elke John.

Doch alle Platzprobleme der Grundschule kann auch das Provisorium nicht lösen. So ist die schuleigene Turnhalle bereits jetzt voll ausgelastet. An dieser Stelle gelte es noch, mit dem Kreis über eine mögliche Lösung zu sprechen. „Wir können den Sportunterricht ja nicht unbegrenzt auf mittags schieben“, stellt die Schulleiterin klar.

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Mit den zusätzlichen Schülern wächst gleichzeitig auch der Bedarf an Lehrern. Bei zwei zusätzlichen Lerngruppen in den flexiblen Eingangsklassen wären das auf dem Papier eineinhalb zusätzliche Stellen, rechnet sie vor. Im Idealfall könnte das für das Kollegium der Grundschule eine Verstärkung um zwei Köpfe bedeuten. Wobei die angesichts des aktuellen Lehrkräftemangels erst mal gefunden werden müssten.

Abzuwarten bleibt auch, inwieweit sich die wachsende Schülerzahl auf die Verkehrssituation rund um die Grundschule vor und nach dem Unterricht entwickelt. Die hatte sich zuletzt merklich verbessert, nachdem die Stadt im vergangenen Jahr im Bereich des Haupteingangs entlang der Brückenstraße Poller auf dem Gehweg angebracht hatte, damit Elterntaxis nicht direkt vor der Schultür halten können. Die Sicherheit für die Kinder habe sich dadurch deutlich verbessert, bestätigt Elke John. Allerdings sei nun zu beobachten, dass viele Eltern stattdessen um die Ecke in die Adenauerstraße fahren, um ihr Kind abzusetzen. Das führe dazu, dass es dort regelmäßig eng für die Fahrzeuge werde.

Von Thomas Holzamer

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