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Mobile Blitzeranlage der Städte Obertshausen und Heusenstamm - 23 Mal im Einsatz

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Am Rembrücker Weg wird vor allem zu den Unterrichtszeiten der angrenzenden Sonnentauschule gemessen.

Allein mehr als 1000 Mal hat es in den vergangenen drei Jahren beim mobilen Geschwindigkeitsmessgerät geblitzt, das sich Obertshausen mit der Nachbarstadt Heusenstamm teilt. Das geht aus der Beantwortung einer Anfrage der SPD-Fraktion an die Verwaltung hervor.

Obertshausen – Ob nachts, am Wochenende oder im morgendlichen Berufsverkehr – wenn es um das Einhalten der vorgeschriebenen Tempolimits geht, zeigt sich so mancher Autofahrer unbelehrbar. Einmal erwischt, versuchen es viele mit den üblichen Ausreden, wie nur kurz nicht auf den Tacho geschaut oder es nur dieses eine Mal ausnahmsweise eilig gehabt zu haben.

Allein mehr als 1000 Mal hat es in den vergangenen drei Jahren beim mobilen Geschwindigkeitsmessgerät geblitzt, das sich Obertshausen mit der Nachbarstadt Heusenstamm teilt. Das geht aus der Beantwortung einer Anfrage der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenverwaltung an die Verwaltung hervor. Darin wollten die Sozialdemokraten wissen, wie oft und an welchen Stellen im Stadtgebiet in den Jahren 2017, 2018 und 2019 Geschwindigkeitskontrollen vorgenommen wurden.

Obertshausen und Heusenstamm: Stationären Messungen und mobile Blitzeranlage

Neben den stationären Messungen – etwa an den zwei Messpunkten auf der B 448, die im zweiwöchigen Rhythmus je Fahrtrichtung mehrere hundert Geschwindigkeitsverstöße aufzeichnen – habe man mit dem gemeinsam mit Hausenstamm genutzten Mobil-Gerät Leivtec XV3 insgesamt 23 Mal gemessen.

Zum Einsatz kam das Gerät demnach unter anderem an Schwerpunkten wie der Tempelhofer und Leipziger Straße sowie an der Seligenstädter, Bahnhof- und Bürgermeister-Mahr-Straße. Auch vor den Schulen und Kindertagesstätten an der Wald- und Robert-Stolz-Straße sowie am Rembrücker Weg wurde mehrmals geblitzt.

Durch den Wechsel mit der Nachbarstadt erfordere jeder Einsatz eine enge zeitliche Absprache, hatte Erster Stadtrat Michael Möser den Parlamentariern bereits in einer früheren Sitzung des Ausschusses für Bauen, Ordnung und Verkehr berichtet. Zumal die empfindliche Technik in der Vergangenheit häufig defekt war. Das habe neben dem Ausfall für die Dauer der Reparatur regelmäßig auch für Diskussionen darüber gesorgt, wer für die jeweilige Beschädigung verantwortlich war, hatte der Erste Stadtrat damals erläutert.

Mobile Blitzeranlage: 1000 Verwarngeldbescheide

Gemessen wurde in den vergangenen drei Jahren nach Auskunft der Verwaltung zu unterschiedlichen Zeiten morgens, mittags sowie abends und jeweils etwa zwei Stunden lang. Nach dieser Zeit, so die Mitteilung, sei das Messen durch die Meldungen in den sozialen Medien in der Regel nicht mehr erfolgversprechend.

Viel Arbeit bedeuten die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessungen auch für den Innendienst des städtischen Ordnungsamts. Etwa 1000 Verwarngeldbescheide hat das Team zwischen 2017 und November 2019 verschickt. Dazu kamen nach Angaben des Fachbereichs rund 50 Bußgeldbescheide für deutliche Geschwindigkeitsübertretungen. Diese werden jedoch zur Ahndung an das Regierungspräsidium weitergegeben, das dann die entsprechenden Bescheide versendet.

von Thomas Holzamer

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