Unterstützung für Vereine 

Hilfe für Vereine: TGS-Vorstand befürwortet Entlastung für Ehrenamtler

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Im Austausch mit der Politik: Der TGS-Vorstand um Steffen Bogdahn (Vierter von links) sprach mit Bürgermeisterkandidat Manuel Friedrich (Dritter von rechts) unter anderem über Ideen zur Entlastung von Ehrenamtlichen. 

Ob Unternehmen, Anwohner oder Vereine – wann immer sich Wahlen nähern, steigt die Zahl der Besuche durch die Aktiven der Kommunalpolitik merklich an. So auch vor der Bürgermeisterwahl im März.

Obertshausen – „Solche Besuchstermine laufen oft nach dem gleichen Schema ab“, erläutert Steffen Bogdahn. „Meist hört man sich unsere Probleme an, nickt brav und das war es dann“, fasst der Vorsitzende der Turngesellschaft (TGS) Hausen zusammen. Doch manchmal böte ein solcher Besuch auch Ausnahmen. So wie jener von Manuel Friedrich, der als unabhängiger Kandidat ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus geht.

Dieser habe sich bereits im Vorfeld seine Gedanken gemacht und im Gespräch mit den Vereinsvertretern auch eigene Ideen und Konzepte präsentiert, die man gemeinsam diskutiert habe.

Aus seiner eigenen Vereinsarbeit und weiteren Gesprächen mit Kickers Obertshausen, dem TV Hausen und der TGO habe er erfahren, worunter die Vorstände der örtlichen Vereine aktuell leiden. „Immer mehr Aufgaben wie Hygiene, Sicherheit und Datenschutz kommen auf die Ehrenamtler zu“, erläutert Manuel Friedrich. Doch eine spezifische Aus- oder Weiterbildung sei dafür meist nicht vorhanden, weiß er. Energie und Kapazitäten flössen somit in Dinge, die eigentlich nichts mit der Zukunft oder der Ausrichtung der Klubs zu tun haben. „Beispielsweise die Pflege des Geländes anstatt der Entwicklung des Sportangebots“, fasst Friedrich zusammen. „Obertshausen braucht aus meiner Sicht einen Masterplan Vereine, der zusammen mit den Klubs erarbeitet wird und die Richtung für die Zukunft vorgeben soll“, beschreibt er seine Idee.

Vor allem bei Beratungsthemen benötigten die Vereine und ihre ehrenamtlichen Vertreter Hilfe. Diskutiert habe man im gemeinsamen Gespräch unter anderem das Konzept eines ehrenamtlicher Vereinsberaters, wie es ihn beispielsweise in Florstadt – unterstützt von der Stadt – bereits seit einiger Zeit gebe.

Konkret sei es jedoch auch um die Übernahme einzelner Aufgaben gegangen, erläutert Bogdahn. Etwa um die Idee einer Gesellschaft für Hausmeister, die von der Stadt und den drei großen Vereinen mit einem jährlichen Beitrag finanziert werden könnte. Ausgetauscht haben sich Vorstand und Bürgermeisterkandidat auch über die Herausgabe eines städtischen Vereinsführers und die Schaffung eines Sportangebots zwischen der Waldschule und den Klubs.

Den gemeinsamen Austausch habe man als sehr erfrischend empfunden, sagt Bogdahn. Der TGS-Chef freut sich, dass die Ideen der Vereine aufgegriffen und Lösungsvorschläge entwickelt worden seien. Auch die Rückmeldung der Turngesellschaft zu den Themen sei in die Diskussion eingeflossen, berichtet er.

VON THOMAS HOLZAMER

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