Theologie

Jutta Moka als neue Gemeindereferentin der Hausener Katholiken: Schon als Jugendliche in der Kirche aktiv

Neue Gemeindereferentin der katholischen Kirchengemeinde Hausen ist Jutta Moka.
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Neue Gemeindereferentin der katholischen Kirchengemeinde Hausen ist Jutta Moka.

„Irgendwann hab’ ich begriffen: Das ist ja ein Beruf!“ Lange bevor sie das Studium der Praktischen Theologie aufnahm, hatte sie in ihrer Heimatpfarrei vieles bewirkt. Vor 30 Jahren hat sie dann ihr Hobby zum Beruf gemacht.

Obertshausen – Am Samstag segnete sie Pfarrer Christoph Schneider für ihre neue Aufgabe: Jutta Moka ist seit Anfang August Gemeindereferentin der katholischen Kirchengemeinde Hausen. Daheim im Rödermarker Stadtteil Urberach hatte Jutta Moka das Kommunionkleid kaum abgelegt, da hatte sie ihr damaliger Pfarrer, der heutige Generalvikar Dietmar Giebelmann, wie schon ihren Bruder, als Messdienerin gewonnen. Sie sang zudem in der Kinderschola und spielte Flöte, stieg als Teenager zur KJG-Gruppenleiterin auf, zählte zum Organisationsteam der Freizeit auf der Bulau und saß mit dem Jugendliturgiekreis oft bis nach Mitternacht zusammen. „Das fehlt mir heute ein bisschen“, denkt sie an diese intensive Zeit zurück.

Nach dem Abitur folgte ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), bei dem sie in einem Altenpflegeheim der Arbeiterwohlfahrt in Frankfurt auch vereinsamten Senioren begegnete, die keinen Besuch mehr bekamen. „Pflege ist ein hartes Brot“, resümiert Moka ihre Erfahrungen, unterstreicht aber auch, „das war eine ganz wichtige Zeit für mich“. „So ein Praktikum prägt menschlich, man muss immer wieder Entscheidungen treffen und viel Verantwortung tragen“, erläutert sie. „Ich bin dafür, dass jeder ein halbes Jahr einen sozialen Dienst macht“, man reife ein Stück. Das FSJ war damals auch Voraussetzung für die Aufnahme an der Fachhochschule.

Vor 30 Jahren in den Beruf gestartet

Während des Studiums der Praktischen Theologie in Mainz machte sie zwei weitere Praktika, eines ganz bewusst in der oberhessischen Diaspora, fünf Dörfer, drei Gemeinden – „das ist nichts für mich“, erkannte sie. Mit dem Diplom der Religionspädagogik startete sie vor 30 Jahren ihre Assistentenzeit in Dieburg, St. Wolfgang.

1991 trat Jutta Moka als Gemeindereferentin ihre erste Stelle bei Pfarrer Helmut Rolke in Dietesheim an. Anfang des Jahrtausends kam Lämmerspiel dazu, 2004 entschied sie sich für St. Bartholomäus in Groß-Zimmern. Die Beschreibung der Pfarrei und die benannten Aufgaben gefielen ihr, „außerdem wohnen meine Eltern auf halber Strecke“.

Moka gestaltete Kinder- und Familienmessen, Wortgottesdienste und übernahm auch Beerdigungen. Die aktuelle Vorbereitung auf die Erstkommunion an ihrer alten Wirkungsstätte führt sie noch bis zur Feier. Als Steckenpferd bezeichnet sie die Bibelarbeit, dazu möchte sie auch in Hausen einladen.

In die Figuren der Bibel hineinversetzen

Ihre Spezialität heißt Bibliolog. Dabei versetzen sich sich Teilnehmer in die Figuren der Heiligen Schrift, formulieren deren Gefühle und Eindrücke. „Es ist sehr interessant, sich mit der Bibel auseinanderzusetzen.“ Trotz des Arbeitsplatzwechsels blieb die Theologin in Mühlheim wohnen.

Jetzt möchte sie Gemeinde und Gruppierungen rund um St. Josef kennenlernen, „mitgehen, auch wenn es gerade schwierig ist“, Angebote unterbreiten. Ihr Augenmerk liegt auf Kindergarten, Hausbesuchen zu Geburtstagen und Ehejubiläen, Krankenkommunion, Sternsingen. „Die Nähe zu meinem Wohnort, aber auch die Struktur der Pfarrei und das Engagement der Gruppierungen haben mich beeindruckt.“

„Wegen Corona entfernen sich die Leute, das ist aber auch eine Chance, Neues auszuprobieren“, sagt sie. „Wir brauchen Kontakt zu den Gläubigen in der Messe, wollen Gemeinschaft erleben.“ Privat ist Jutta Moka gerne in der Natur unterwegs. Im eigenen Garten zieht sie Tomaten, Paprika, Gurken und Brokkoli. Sie hegt eine Bienenwiese, versorgt Igel, Schwalben und Wespen, außerdem fährt sie am liebsten mit dem Fahrrad. (Michael Prochnow)

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