Landesehrenbriefe

Das Mitmachen vorgelebt

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Landrat Oliver Quilling (2. von links) überreichte während einer kleinen Feierstunde im großen Sitzungssaal des Hausener Rathauses Landesehrenbriefe an Martina Biehrer (3. von links), Jutta Kegelmann und Michael Becker (2. von rechts).

Obertshausen - „Manchmal ist Politik auch Kunst“, baute Landrat Oliver Quilling eine Brücke zwischen den drei Obertshausenern, die er am Mittwochabend mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet hat. Von Michael Prochnow 

In den beiden Stadtverordneten Martina Biehrer und Jutta Kegelmann sowie in dem Künstler Michael Becker sah der Gast aus Dietzenbach die Bandbreite des Engagements, auf das jedes Gemeinwesen angewiesen sei.

Martina Biehrer widmet sich seit 1999 im CDU-Stadtverband der Kommunalpolitik. Seit 2001 sitzt sie im Parlament und im Umwelt-, Verkehr- und Bauausschuss, dessen stellvertretende Vorsitzende sie seit 2011 ist. „Sie legt ihr Augenmerk auf die Weiterentwicklung der Stadt“, lobte der Gast aus Dietzenbach. Ihr obliegt die Überarbeitung des Verkehrsentwicklungsplanes, wobei sie ihre beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen als Ingenieurin im Bauwesen einbringen könne. So war die Geehrte an der Neugestaltung der Kapellenstraße beteiligt.

Von 2005 bis ‘11 war sie Schriftführerin im Vorstand der Union. Sie wirkt im Abwasserverband Untere Rodau mit, ist dort Ausschussvorsitzende im Haupt- und Prüfungsausschuss. Als Mitglied des Ortsgerichts Hausen nimmt sie Schätzungen von Häusern vor, die vererbt oder zum Verkauf angeboten werden. Auch im Elternbeirat der Waldschule arbeitete sie mit. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und spielt gerne Tennis.

Schon als Teenager politisch aktiv

Schon als Teenager war Jutta Kegelmann in ihrem Heimatort Rodgau politisch aktiv, blieb trotz ihres Umzugs 1990 nach Obertshausen dem CDU-Ortsverein Dudenhofen treu. Erst 2011 schloss sie sich der Union in Obertshausen an, wo sie zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Seit 2001 gehört die Lehrerin für Mathematik und evangelische Religion am Mühlheimer Gymnasium dem Kreistag an, als stellvertretende Vorsitzende auch dem Ausschuss Soziales, Integration, Gesundheit und Arbeitsreform. In dieser Funktion wirkte sie im Pilotprojekt mit, bei dem der Kreis Verantwortung für Langzeit-Arbeitslose übernahm.

Sie sitzt im Beirat der Kreis-Volkshochschule und gehört dem Kreis-Jugendhilfeausschuss an. 2006 kam sie ins Stadtparlament,gehörte den Ausschüssen Sport, Jugend und Kultur sowie Soziales, Kinder und Senioren an. Sie arbeitete an der Übertragung der Kreiskrankenhäuser an Asklepios mit, „für den Kreis ein Erfolgsmodell“. Jutta Kegelmann ist verheiratet und hat zwei Kinder, kocht leidenschaftlich gerne und hegt den Garten am Haus.

„Ihr habt diese Ehrung verdient“

Michael Becker war von Juli 2005 bis Januar dieses Jahres Vorsitzender des Künstlerkreises Obertshausen. „Micel“ repräsentierte den Verein, den einzigen dieser Art in der Stadt, und stellte die „notwendige und wirksame Öffentlichkeit für Literatur und Kunst her“, betonte Qulling. „Kunst tut sich da etwas schwerer als der Sport“, der habe eine größere Lobby. Der Ingenieur der Elektrotechnik organisierte viele Einzel- und Gruppenausstellungen und hat auf dieser Ebene die Verbindungen zu den Partnerstädten verstärkt. Seit 2001 leitet der Autodidakt den Künstlerverein Palette Hanau, initiiert „Mal-Touren“ und Museumsbesuche. Der Freiberufler berät in EDV-Fragen und schreibt Computer-Programme und er spielt gerne Golf.

Bürgermeister Bernd Roth betonte, „Gesellschaft lebt vom Mitmachen, ihr hab dies vorgelebt und diese Ehrung verdient“. Zusammen mit dem stellvertretenden Parlamentschef Horst Becker überreichte er auch an die Lebenspartner Präsente. „Ein Ehrenamt ist nur möglich, wenn es von Familie und Partnern toleriert oder unterstützt wird“, meinte Roth, „sie sind auch so eine Art Seelsorger“.

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