„A&O Frischezentrum“ an der Schubertstraße

Neuer Lebensmittelmarkt öffnet bald in Obertshausen: Eigentümer versprechen Großes

Die Abbrucharbeiten sind fast erledigt: Onur Bayram (links) und sein Bruder Abdullah (rechts) zeigen Bürgermeister Manuel Friedrich die Baustelle.
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Die Abbrucharbeiten sind fast erledigt: Onur Bayram (links) und sein Bruder Abdullah (rechts) zeigen Bürgermeister Manuel Friedrich die Baustelle.

In Obertshausen entsteht ein neuer Einkaufsmarkt, der „nicht der typische kleine türkische Markt" sein soll. Die zwei Brüder, denen das Geschäft gehört, haben intensiv über den Standort recherchiert – und starten mit ambitionierten Plänen.

Obertshausen – Abgehängte Scheiben drinnen, Container und ein großer Schutthaufen vor der Tür. Es tut sich was an der Schubertstraße in Obertshausen. „Wir haben schon sehr viel geschafft“, freut sich Onur Bayram. Seit Montag sind der 22-Jährige und sein älterer Bruder Abdullah mit dem Um- und Ausbau im einstigen Drogeriemarkt und den benachbarten Räumen, in denen bis vor Kurzem noch das Bike Center Obertshausen zu Hause war, beschäftigt. Die Abrissarbeiten im Inneren sind bereits so gut wie abgeschlossen, ein großer Durchbruch verbindet die zuvor getrennten Ladengeschäfte.

Obertshausen: Neuer Lebensmittelmarkt wird „nicht der typische kleine türkische Markt“

Zusammen wollen die beiden Brüder bis Ende Oktober dort ihr „A&O Frischezentrum“ eröffnen, einen Vollversorgermarkt mit rund 400 Quadratmetern Ladenfläche, SB-Backsortiment und einer großzügigen Frischfleischtheke.

Doch bis dahin gibt es für die Bayrams noch viel zu tun, haben sie sich doch ein ehrgeiziges Konzept überlegt. „Der Markt soll schon optisch etwas ganz anderes sein, nicht der typische kleine türkische Markt, von denen es hier in der Region einige gibt“, erläutert der 26-jährige Abdullah, der seit rund zwei Jahren als Marktleiter in Gelnhausen beschäftigt ist. Beide Brüder haben den Einzelhandel im Blut. „Unser Vater und Opa haben das schon gemacht und hatten ihre Läden“, erzählt Onur Bayram. Nun wollen die Brüder gemeinsam in ihre Fußstapfen treten.

Obertshausen: Neuer Lebensmittelmarkt soll sich an Bedarf der Stadt ausrichten

Dass die Zusammenarbeit mit dem Bruder funktioniert, daran zweifelt keiner der beiden. „Wir haben ein sehr enges Verhältnis zueinander und können beide viel voneinander lernen“, ist sich der 22-Jährige sicher. „Klar kann man nicht mit jedem Partner sein und ist auch mal unterschiedlicher Meinung, aber wir ergänzen uns da sehr gut“, betont sein ältere Bruder.

Über ihre Idee haben sie sich zuvor lange Gedanken gemacht, ein halbes Jahr recherchiert, was in Obertshausen gefragt ist, und rund ein dutzend Mal mit dem Verpächter zusammengesessen. Herausgekommen ist ein Konzept, das auch aktuellen Trends zu Waren aus biologischer Erzeugung und Regionalität Rechnung trägt. „Das Lamm-, Rind- und Kalbfleisch für unsere zehn Meter lange Metzgereitheke kommt beispielsweise aus dem Odenwald und nicht wie oft üblich aus Irland oder von weiter her“, erläutert Onur Bayram. Dabei zähle vor allem Qualität vor Quantität – und das zu fairen Preisen. Gleiches gelte auch für das Sortiment an Obst und Gemüse, das im künftigen Frischezentrum ebenfalls viel Platz bekommen soll.

Obertshausen: Internationale Lebensmittel in neuem Markt

Gedanken haben sich die beiden Brüder auch um den Namen ihres Marktes gemacht. So steht das „A&O“ nicht nur für die Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen, sondern ist beim Sortiment des Vollversogers auch Programm. „Bei uns gibt es alles, was die Kunden für den täglichen Bedarf benötigen – eben das Alpha und Omega“, sagt Abdullah und schmunzelt. Und international soll die Auswahl werden, mit Lebensmitteln unter anderem aus Deutschland, Griechenland, der Türkei und Fernost.

Darüber hinaus seien auch eine Heiße Theke und Coffee to Go geplant. Ein Angebot, über das sich auch die Mitarbeiter im Rathaus gleich gegenüber freuen dürften. Deren neuer Chef, Bürgermeister Manuel Friedrich, ist beim Besuch der Baustelle erfreut. „Nach jahrelangem Leerstand ist das natürlich auch ein gutes Signal für uns als Wirtschaftsförderung, gerade in diesen schwierigen Zeiten“, findet der Rathauschef. (Von Thomas Holzamer)

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