„Bei uns kann jeder Deutsch lernen“

Lehrerkooperation des ASB bietet in neuem Sprachenzentrum Kurse an

Noch wird umgezogen: Vom 1. September an empfängt Lehrkraft Jessica Perl im neuen Sprachenzentrum der Lehrerkooperative Lernwillige zu ihren Deutsch-Kursen.
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Noch wird umgezogen: Vom 1. September an empfängt Lehrkraft Jessica Perl im neuen Sprachenzentrum der Lehrerkooperative Lernwillige zu ihren Deutsch-Kursen.

Menschen, die mit der deutschen Sprache nicht oder nicht gut vertraut sind, sie erlernen oder ihre Kenntnisse verbessern möchten, können sich ab 1. September an das neue Sprachenzentrum der Lehrerkooperation wenden. In den Räumen in der Friedrich-Ebert-Straße 48 bietet die gemeinnützige Kooperation des Arbeiter-Samariter Bundes (ASB) mehrere Deutsch- und Alphabetisierungskurse an.

Obertshausen – Das Sprachenzentrum soll die Lücke schließen, die nach der Auflösung des Vereins Interkulturelle Bildung und Beratung (IKB) entstanden ist. Bisher organisierte der IKB Sprachkurse für Menschen mit Migrationshintergrund, diese Aufgabe übernimmt nun die Lehrervereinigung. „Der Bedarf an solchen Kursen ist nach wie vor hoch“, betont Mitarbeiterin Jessica Perl und versichert: „Wir sind nicht nur für Flüchtlinge da, unsere Kurse sind für jeden offen, der Deutsch lernen möchte.“

Bürgermeister Manuel Friedrich und Daniel Kettler, Fachdienstleiter für Soziales, zeigen sich erfreut über die Errichtung des neuen Sprachenzentrums. „Wir freuen uns, mit der Lehrerkooperative einen weiteren starken Akteur der Integrationsarbeit in Obertshausen begrüßen zu können“, sagt Friedrich. Für Kettler sind „Integrationskurse und Migrationsberatung wichtige Bausteine des Integrationsprozesses“.

Alle Kurse werden gefördert

Alle angebotenen Kurse werden von zertifizierten Honorarkräften gehalten und durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.

Für den ersten Kurs (A1) muss das deutsche Alphabet bekannt sein, Schreib- oder Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich. In der zweiten Lernstufe (A2) sollen die Immigrierten die Sprachen soweit erlernen, dass es ihnen möglich ist, die meisten Alltagssituationen zu bewältigen. Zudem werden erste Briefe auf Deutsch geschrieben. Sind die beiden A-Kurse absolviert, folgt die letzte Lerneinheit (B1). Dort wird den Teilnehmern der selbstständige Sprachgebrauch beigebracht. Wer auch diesen Kurs erfolgreich ablegt, verfügt über ein Sprachniveau, das für den Einbürgerungstest nötig ist. Neben den Sprachkursen bietet die Kooperation zudem Alphabetisierungskurse an.

Fördert die soziale Integration

Jessica Perl wird in diesem Jahr eine der Lehrkräfte sein. Seit 2015 bringt sie Einwanderern Deutsch bei. „Es ist ein beiderseitiges Lernen.“ So sei sie durch die Alphabetisierungskurse geduldiger geworden. Besonders schöne Momente erlebt die Lehrerin, wenn die Kursteilnehmer ihre Sprachprüfungen erfolgreich absolvieren: „Da fließen ganz oft Freudentränen bei mir und meinen Lernern.“ Perl ist überzeugt, dass durch solche Kurse „auch die soziale Integration gefördert wird“.

Wegen der Corona-Vorgaben sind die Sprachkurse auf zehn bis 14 Teilnehmer begrenzt. Hygieneregeln werden eingehalten. Die Sprechstunden für Beratungen sowie zur Anmeldung sind vom 17. August an montags von 9 bis 12 Uhr sowie montags und mittwochs von 13 bis 16 Uhr. Weitere Infos per Mail an obertshausen@lehrerkooperative.de oder unter 069 92003844. (Joshua Bär)

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