Obertshausen: Magna kippt 230 Jobs

Obertshausen - Der Automobilzulieferer Magna will in seinem Werk in Obertshausen rund 230 Arbeitsplätze abbauen. Von Marc Kuhn 

„Obgleich gemeinsam mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft verschiedene Szenarien bewertet wurden, müssen wir leider mitteilen, dass der vorgestellte Restrukturierungsplan eine Verkleinerung des Stammpersonals um etwa 80 Mitarbeiter beinhaltet“, bestätigte Magna gestern unserer Zeitung. Zudem sollten 150 Leiharbeiter ihre Stelle verlieren. Gestern sind die Betroffenen in einer Betriebsversammlung informiert worden. Magna beschäftigt in Obertshausen rund 1100 Mitarbeiter. Sie stellen sogenannte Stoßfänger für Autos her - der vordere und hintere Teil eines Pkw.

„Diese Restrukturierung ist notwendig, um die Effizienz des Betriebs zu steigern, eine wettbewerbsfähigere Position herzustellen und die Möglichkeit zu schaffen, Neugeschäft zu sichern“, erklärte das Unternehmen weiter. Es seien Verhandlungen mit dem Betriebsrat aufgenommen worden, „um eine akzeptable Lösung zu finden, die die Auswirkungen für die betroffenen Mitarbeiter mindert“.

Der Betriebsratsvorsitzende von Magna, Joachim Schecher, widersprach. Es gebe noch keine Verhandlungen, es würden Beratungsgespräche geführt, in denen die Arbeitnehmervertretung Informationen sammele. Schecher bestätigte die Zahl von 230 Jobs, die abgebaut werden sollten. Nach seinen Worten sind 100 bis 150 Leiharbeiter betroffen. Schecher sprach von „Managementfehlern“ und roten Zahlen, die Magna schreibe. „So geht das nicht, das ist mit uns nicht zu machen“, sagte die erste Bevollmächtigte der IG Metall Offenbach, Marita Weber, mit Blick auf den Jobabbau.

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