Neue Ideen gegen den Müll

Müllentsorgung: Magistrat prüft neue Konzepte für die Stadt

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Vertrautes Bild: Kaum geleert, liegt oft gleich wieder Müll neben den Papiercontainern.

Container, Tonnen und die ein oder andere Idee – das Thema Sauberkeit und Müllentsorgung bewegt die Bürger Obertshausens schon lange. Nun soll die städtische Abfallwirtschaft verbessert werden.

Obertshausen – Das wollen die Stadtverordneten, die an ihrer jüngsten Sitzung einstimmig einen dementsprechenden Prüfantrag der CDU beschlossen haben.

Dieser beauftragt den Magistrat, darzulegen, welche unterschiedlichen Entsorgungsvarianten – zum Beispiel Hol- oder Bringsysteme – es gibt und welche der verschiedenen Möglichkeiten sich gegebenenfalls miteinander kombinieren lassen. Zusätzlich sollen die Auswirkungen der jeweiligen Varianten auf den Gebührenhaushalt dargestellt werden (wir berichteten). Mit aufgenommen hatten die Christdemokraten nach der Diskussion des Themas in der vorausgegangenen Ausschussrunde auch die Anregung, die Erfahrungen der Nachbarkommunen mit deren unterschiedlichen Entsorgungsvarianten einzuholen. So habe beispielsweise Rodgau vor ein paar Jahren eine Papiertonne eingeführt.

Die hatte unlängst auch der SPD-Fraktionschef und unabhängige Bürgermeisterkandidat Manuel Friedrich wieder ins Gespräch gebracht. Der Ersatz für die regelmäßig kritisierten Papiercontainer erntet unter den Bürgern sowohl Zustimmung wie Gegenwind. So könnte die Abschaffung der Container nach Ansicht der Befürworter auch dafür sorgen, dass der regelmäßig illegal entsorgte Müll an den Standorten weniger wird. Zugleich würde sich vielen Bürgern jedoch auch die Frage nach dem Platz für eine weitere Tonne stellen.

So wie die Obertshausener unterschiedlicher Meinung über die passende Lösung sind, habe man auch innerhalb seiner Fraktion über verschiedene Lösungen diskutiert, berichtetet CDU-Chef Anthony Giordano. Daher wollten die Christdemokraten nach dem nun beauftragten Bericht des Magistrats rechtzeitig vor der nächsten Ausschreibung für die Abfallentsorgung und -verwertung im kommenden Jahr entscheiden, wie diese zukünftig geregelt werden soll.

Klar dürfte jedoch schon jetzt sein: Jede Idee bietet ihre Vor-, aber auch Nachteile. Eine Patentlösung wird es vermutlich nicht geben. Für die Prüfung jedoch war der CDU die Zustimmung der übrigen Fraktionen sicher. „Es ist nur eine Maßnahme, die wir da prüfen, das Problem als solches bekommen wir damit vermutlich nicht in den Griff“, merkte der BfO-Fraktionsvorsitzende Rudolf Schulz an. So gelte es, zusätzlich zu diesem „richtigen Ansatz“, auch das Bewusstsein der Bürger zu schärfen. Das findet auch Grünen-Chef Klaus-Uwe Gerhardt. Dass soziale Kontrolle und die Nachbarschaft an dieser Stelle einen Beitrag leisten können, beweise etwa die Nachbarschaft rund um den Sonnentauplatz.

VON THOMAS HOLZAMER

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