Weg für Unterzeichnung des Kaufvertrags (fast) frei

Bald Bistro im Bahnhof

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Nachdem der Magistrat kürzlich einen Umlegungsbeschluss gefasst hat, der auch das Areal am Bahnhof umfasst, kann der Kaufvertrag für das Gebäude unterzeichnet werden.

Obertshausen - Für eine schier unendliche Geschichte ist ein Happy End in Sicht. Von Karl-Heinz Otterbein 

Nachdem der Magistrat in seiner jüngsten Sitzung den Umlegungsbeschluss für das Areal an der S-Bahn-Strecke zwischen der Gemarkung Offenbach-Bieber und der L 3117 gefasst hat, steht einem Verkauf des alten Oberts-hausener Bahnhofsgebäudes und dessen Umgestaltung nichts mehr im Wege. Das Stadtparlament hatte zwar bereits in seiner Sitzung am 23. Mai 2013 auf Vorschlag des Magistrats beschlossen, das seit Jahren leerstehende und seit Juni 2006 der Stadt gehörende Bahnhofsgebäude für 70.000 Euro der in Obertshausen ansässigen WIBU GmbH zu verkaufen. Das seit vielen Jahren laufende und noch nicht abgeschlossene Umlegungsverfahren für die vom S-Bahn-Bau tangierten Grundstücke hatte aber bisher die Unterzeichnung des Kaufvertrags zwischen der Stadt und er WIBU GmbH verhindert, die in dem unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofsgebäude unter anderem ein Bistro-Café und Büro-Räume einrichten will.

Mit seinem Umlegungsbeschluss hat der Magistrat nun dieses Hindernis aus dem Weg geräumt. „Wir sind nach langer vergeblicher Suche in den Katasterämtern Heppenheim, Offenbach und Gelnhausen in der Außenstelle Michelstadt fündig geworden“, erläuterte Erster Stadtrat Hubert Gerhards in einem Pressegespräch. „Dort endlich haben wir die erforderlichen Unterlagen gefunden, um die bodenrechtliche Neuordnung des betroffenen Areals mit seinen 152 Grundstücksparzellen unterschiedlichster Größen umsetzen zu können.“ Gerhards zufolge werden die vier beteiligten Parteien, neben der Stadt Obertshausen seien dies die Bahn AG, das Land Hessen und eine Erbengemeinschaft, nun offiziell angeschrieben und über den Beschluss informiert.

Die Beteiligten hätten vier Wochen Zeit, Widerspruch einzulegen, dann erfolge für weitere vier Wochen die öffentliche Bekanntgabe und daran anschließend die Weiterleitung der Unterlagen ans Grundbuchamt. Mit Widersprüchen rechne er nicht, sagte Gerhards. Allen Beteiligten sei vorher die Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt worden. Der finanzielle Ausgleich für die Mehr- oder Minderzuteilungen würden in einem separaten Verfahren geregelt. Die Stadt habe dafür 150.000 Euro für Zahlungen an die Bahn in den Haushalt eingestellt.

„Wenn die Änderungen im Grundbuchamt eingetragen sind, kann auch der notarielle Kaufvertrag für das Bahnhofsgebäude mit den zukünftigen Eigentümern unterzeichnet werden“, so Gerhards. „Ich gehe davon aus, dass diese dann noch im ersten Halbjahr mit den Arbeiten beginnen.“ Das Unternehmen habe erste Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde und dem Brandschutz geführt, das Baugenehmigungsverfahren laufe, mit der Bauvoranfrage sei demnächst zu rechnen.

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