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Bauausschuss: Planer stellen neue Details zum Karl-Mayer-Areal vor

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Von: Lukas Reus

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Wie eine Art Mauer sollen die länglichen Gebäude an der Ringstraße und der Brühlstraße den Lärm vom Bahnhof und Gewerbegebiet abhalten.
Wie eine Art Mauer sollen die länglichen Gebäude an der Ringstraße und der Brühlstraße den Lärm vom Bahnhof und Gewerbegebiet abhalten. © MOW Architekten GmbH

Obertshausen – Die seit 2020 stillgelegten Fabrikhallen und Büros des Unternehmens Karl Mayer sollen weg und Platz machen für ein neues Wohn- und Gewerbequartier. Neue Details dazu haben in der jüngsten Sitzung des Umwelt- Verkehr - und Bauausschusses (UVB) Vertreter der Karl Mayer Grundstücksgesellschaft, Architekten und Stadtplaner vorgestellt.

Auf dem 9570 Quadratmeter großen Gelände zwischen Karl-Mayer-, Brühl-, und Ringstraße will die Karl Mayer Grundstücksgesellschaft gut 126 Mietwohnungen, davon 20 Prozent mit sozial geförderten Wohnungen, errichten, sagte Manfred Westenberger, Vertreter des Unternehmens. Außerdem soll auf dem Gelände eine fünf- bis sechsgruppige Kita für 80 bis 85 Kinder entstehen. Hierfür sei man auch bereits mit möglichen Trägern der Kita im Gespräch. Ebenso sollen Handel und Gewerbe Platz in einigen Gebäuden finden.

Obertshausen: Mehr Parkplätze geplant

Schon im Juni vergangenen Jahres sorgte die Ankündigung, dass dort lediglich 160 Parkplätze angedacht sind, bei den Stadtverordneten für rege Diskussionen (wir berichteten). Im neuen Konzept sind nun 178 Stellplätze für Autos vorgesehen, laut Stellplatzsatzung der Stadt müssten allerdings 1,5 Stellplätze pro Wohnung und somit insgesamt 200 Parkplätze geschaffen werden. In einem Exposé wird vonseiten der Planer argumentiert, dass diese insofern von der Stellplatzsatzung abweichen wollen und für die circa 25 Sozialwohnungen und gut 33 Wohnungen bis 65 Quadratmeter je ein Stellplatz vorsehen und dies durch die optimale Anbindung an den ÖPNV und E-Car-Sharing Angebote der Maingau unterstützt werde.

Die Parkplätze sollen überwiegend in einer Tiefgarage untergebracht werden, „damit man oben Qualität schaffen kann“, argumentierte Stephan Lücke, Architekt und Geschäftsführer der Frankfurter MOW Architekten GmbH. Im aktuellen Plan wurden auch Stellflächen vor der Kita sowie eine sogenannte „Drop-Off“-Zone an der Karl-Mayer-Straße eingeplant, damit die Kinder von den Eltern morgens mit dem Auto abgesetzt werden können. Für das Gewerbe sollen die Parkplätze auf dem dazugehörigen Grundstück an der Brühlstraße dienen (oben rechts im Bild).

In der alten Planung war die Zufahrt für die Tiefgarage noch dort, wo nun die Drop-Off-Zone vorgesehen ist. Auf Nachfrage der Stadtverordneten sei die Zufahrt nun im südlichen Bereich an der Ringstraße geplant, so Lücke. Einen genauen Standort habe man allerdings noch nicht.

Obertshausen: Gebäude auf Karl-Mayer-Areal sollen als Schallschutz dienen

Durch die kleinteilige Bebauung, so Lücke, füge sich das Quartier städtebaulich viel besser in seine Umgebung ein wie die aktuell bestehenden Werkshallen. Die Wohnhäuser, die an der Karl-Mayer-Straße liegen, sollen dabei von den drei bis viergeschossigen länglichen Randgebäuden an der Brühlstraße und an der Ringstraße vor Schallemissionen geschützt werden. In diesen Randgebäuden, so Dorit Siegel, Stadtplanerin von der Raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH, werde ein Mix aus Wohnungen und kleinteiligen Gewerbe wie beispielsweise Arztpraxen Platz finden.

Durch den vorhabenbezogenen Bebauungsplan sollen nun die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Quartier geschaffen werden. Im nächsten Schritt soll nun die Planung konkretisiert und Grundrisse verortet werden. Dann könne auch die genaue Lage für die geförderten Wohnungen ermittelt werden, so Lücke auf Nachfrage von Werner Friedrich (SPD) zu den Sozialwohnungen. (Lukas Reus)

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