Musik ist die schönste Sprache

Neugegründeter Förderverein will Musikschule unterstützen

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Gemeinsam engagieren sich Natalja Mauerer (von links), Simone Weinmann-Mang und Anette Battel im Vorstand des jungen Vereins. 

Obertshausen - Seit Anfang des Jahres ist das Volksbildungswerk Obertshausen in die städtische Verwaltung integriert. Aus dem einstigen Verein ist nun ein neuer hervorgegangen, die Musik und Kultur in der Stadt unterstützen möchte. Von Thomas Holzamer

Fördern, helfen und unterstützen – mit dem „Verein zur Förderung von kultureller und musikalischer Aus- und Weiterbildung Obertshausen“ ist die Stadt ab sofort um einen Förderverein reicher. Dessen Name ist zwar ein wenig sperrig, aber den Gründungsmitgliedern sei es wichtig gewesen, die Vielfalt der gemeinsamen Ziele auch im Namen zu manifestieren, erläutert Simone Weinmann-Mang. Gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen Anette Battel, Natalja Maurer, Martin Stark und Sigurd Wißmann leitet sie die Geschicke des jungen Vereins, der aus dem Anfang des Jahres rekommunalisierten Volksbildungswerk hervorgegangen ist und künftig die Arbeit der Musik- und Volkshochschule unterstützen will.

Dazu wollen die Aktiven beispielsweise junge Musiker mit Leihinstrumenten unterstützen. Denn der Kauf von Trompete, Saxofon und Co. ist nicht billig und stelle daher für viele ein finanzielle Hürde dar. Auch die Förderung von jungen Talenten, etwa durch Stipendien, sei geplant. Dazu kommt die Unterstützung von neuen Projekten der Musikschule.

Doch neben der materiellen Hilfestellung will der Förderverein auch tatkräftig mit anpacken, sei es bei der Vorbereitung von Veranstaltungen oder dem klassischen Dienst hinter dem Tresen, kündigt Weinmann-Mang an. Denn für einen Großteil der Aktiven sei etwa die Musikschule ein fester und wichtiger Teil des Lebens geworden. So auch für Vorstandskollegin Natalja Maurer, deren vier Söhne alle dort den Instrumentenunterricht besuchen, und inzwischen lägst in mehreren Combos spielen. „Seit kurzem ist auch mein Mann Schüler an der Musikschule“, berichtet die Mutter der „Maurer-Drillinge“, die gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder die Musikcombo „Dreimalig plus“ bilden. „Die Kinder sind seit der sechsten Klasse dabei und ich sehe, wie sie davon profitieren“, sagt sie. Besonders schätzt sie die hohe Qualität des Unterrichts und das Engagement der Musiklehrer. Aus diesem Grund brauchte Natalja Mauerer nicht lange überlegen, ob sie sich im Förderverein engagieren würde. Ähnlich ging es auch Anette Battel, deren vier Kinder bei der Musikschule ein Instrument lernen. Auch sie will mit dem Engagement im Vorstand andere dazu animieren. Derzeit ist das Vorstandsteam vor allem mit der Gewinnung von Mitgliedern beschäftigt und auch Sponsoren wollen gefunden werden.

Bilder: Obertshausener Kerb

„Man kann mit Musik alle Menschen einbinden“, erläutert Simone Weinmann-Mang. Egal ob jung oder alt, gesund oder behindert und gleich welcher Nationalität, „Musik ist die schönste und zugleich die einzige Sprache, die überall auf dieser Welt verstanden wird“, wusste schon Goethe. Das sehen auch die Mitglieder des Fördervereins so, die das Zitat des berühmten Dichters in ihren Flyer integriert haben.

Wer den jungen Verein unterstützen möchte, kann dies vor allem durch eine Mitglied schaft tun. Die kostet im Jahr zehn Euro. Aber auch über Spenden – egal ob einmalige oder regelmäßige – freuen sich die Unterstützer.

Beim Jubiläumskonzert der Musikschule Obertshausen am kommendem Sonntag will sich der Verein erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Alle Infos rund um Mitgliedschaft und Förderung bekommen Interessierte per Mail an fv-mubiku@obertshausen.de.

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