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Noch einmal „zu Hause“: Hausener Kerb findet wieder im etwas größeren Rahmen statt

Trotz Pandemie wurde bei der kleineren Alternative „Die Kerb kommt nach Haus“ im vergangenen Jahr auf dem TGS-Gelände der Kerbborsch begrüßt. Archiv
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Trotz Pandemie wurde bei der kleineren Alternative „Die Kerb kommt nach Haus“ im vergangenen Jahr auf dem TGS-Gelände der Kerbborsch begrüßt. Archiv

Frühschoppen und Blasorchester, dazu das Aufstellen des Kerbborschen – viele Obertshauser mussten vergangenes Jahr auf so etwas verzichten, da die traditionelle Hausener Kerb auf dem Platz vor der Kirche St. Pius wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Doch in diesem Jahr können sich die Feierlustigen wieder auf ein Fest freuen – wenn auch nicht auf dem Kirchplatz.

Obertshausen – Denn die Kerb in Hausen soll dieses Mal am ersten Septemberwochenende auf dem Gelände der TGS Hausen an der Aachener Straße stattfinden. Dort feierte man auch schon früher die Kerb, ehe man sich entschied, mit den anderen Vereinen gemeinsam das Fest auf den Kirchplatz zu verlegen, erläutert Steffen Bogdahn, Vereinsvorsitzender der TGS. Nun will man sich erneut auf das Vereinsgelände „zurückziehen“.

Bereits im vergangenen Jahr, als die Kerb nicht wie gewohnt begangen werden konnte, hatte der Hausener Sportverein eine kleinere Alternative unter dem Namen “Die Kerb kommt nach Haus“ angeboten, wenngleich mit sehr begrenzter Teilnehmerzahl und stark abgespecktem Programm.

TGS stellt sein Gelände zur Verfügung

„Louis Galvez, der Vorsitzende des Vereinsrings, war vergangenes Jahr auch bei uns“, erinnert sich Bogdahn, „und da es ihm so gut gefallen hat, sind wir wegen der Kerb noch einmal ins Gespräch gekommen.“ Da wegen der anhaltenden Pandemielage das Fest erneut nicht in seiner ursprünglichen Form gefeiert werden kann, verständigte man sich auf eine gemeinsame Veranstaltung auf dem TGS-Gelände.

„Der Vereinsring wird dabei der Veranstalter sein“, stellt der Vorsitzende der TGS klar. „Wir haben keine Ansprüche, die Kerb auszurichten. Wir leisten aber unseren Beitrag und stellen unser Gelände zur Verfügung.“

Dass die Kerb mit dem Vereinsring gemeinsam stattfinden kann, war lange nicht klar. „Wir haben bereits im Mai und Juni eine Umfrage bei den Vereinen gemacht, die sonst an der Kerb beteiligt sind“, sagt Louis Galvez. Die Rückmeldungen seien jedoch sehr verhalten gewesen, da es wegen der Pandemie Probleme gebe, Helfer zu finden. „Die meisten Vereine, die uns eine positive Rückmeldung gegeben haben, kommen aus Hausen“, resümiert der Vereinsringsvorsitzende und begründet damit den Versuch, die Kerb in Hausen wieder stattfinden zu lassen. Zudem ist er sehr erfreut, dass die TGS ihr Gelände zur Verfügung stellt.

Auch Schausteller werden anwesend sein

Ein Grund, wieso dieser Ort sich so gut für die Kerb eignet, ist die Möglichkeit das Gelände abzugrenzen, erläutert Galvez. „Auf dem Kirchplatz kann man nicht kontrollieren, wer kommt und geht“, sagt er. Auf dem neuen Veranstaltungsgelände könne man die Gäste jedoch abzählen und sich mit der Luca-App registrieren lassen.

Diese Möglichkeit sei im Hinblick auf das Hygienekonzept extrem wichtig gewesen.

Insgesamt werden neben Schaustellern, die am Samstag und Sonntag ihre Stände aufbauen werden, auch sechs Vereine teilnehmen. Diese sind die TGS, die Sängerlust Hausen, der ZVB, der Event-Kultur-Club, der TV Hausen sowie die Tausendfüßler.

Programm für die Kerb steht

Startschuss für die Kerb ist am Samstag, 4. September, um 16.30 Uhr mit dem Treffen der Vereine und dem Kerbborsch an der Pius-Kirche. Dort lädt Pfarrer Christoph Schneider auch für 17 Uhr zum Kerb-Gottesdienst ein. Im Anschluss startet der Festzug zum Vereinsgelände, wo um 18.30 Uhr der Bieranstich und die Aufstellung des Kerbborschen stattfinden wird. Begleitet wird dieser Zug vom Blasorchester der TGS Hausen. Danach fällt der Startschuss für das Stadtradeln, ehe um 19 Uhr der Kerbtanz mit der Band „Let´s Go“ beginnt.

Mit dem Frühschoppen und dem Platzkonzert um 11 Uhr beginnt, gemeinsam mit dem Blasorchester der TGS Hausen und der Big Band der Firma Karl Mayer, der Sonntag. Ab 14.30 Uhr startet der Familiennachmittag der Jugendförderung der Stadt Obertshausen mit Spielen und Unterhaltung für Kinder. Musikalisch untermalt wird das Ganze von Reinhard Paul. Gegen 18 Uhr wird dann der Kerbborsch beerdigt, im Anschluss wird gegen 19 Uhr die Kerb langsam ausklingen lassen.

Der Vereinsring hofft, dass die Obertshausener das vielfältige Angebot wahrnehmen werden und zwei schöne Tage auf der Kerb verbringen können. Genauere Informationen zum Hygienekonzept werden, so Galvez, innerhalb der nächsten Zeit veröffentlicht. (Von Jan Max Gepperth)

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