Umwelt

„Obertshausen räumt auf“: „World Cleanup Day“ in der Kleinstadt mit Herz

Bereit zum Müllsammeln: Bettina Justus von Einfach Bücken, Jochen Roth und Rathauschef Manuel Friedrich.
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Bereit zum Müllsammeln: Bettina Justus von Einfach Bücken, Jochen Roth und Rathauschef Manuel Friedrich.

Hatte der große Müllsammeltag „Obertshausen räumt auf!“ früher kein festes Datum, so wird er dieses Jahr gemeinsam mit dem „World Cleanup Day“ statt finden. Dabei handelt es sich um die größte Bürgerbewegung der Welt zur Beseitigung von Umweltverschmutzung und Plastikmüll.

Obertshausen –Jochen Roth vom Bauhof berichtet, dass die Müllsammelaktion, bei der jährlich Einzelpersonen, Familien sowie Vereine in Kleingruppen gemeinsam Unrat sammeln, ab März 1986 als eine Art Frühjahrsputz ihren Anfang genommen habe. Jedoch brachte der Termin im Frühjahr ab und zu seine Probleme mit sich. „Da mussten wir das ganze auch schon einmal wegen Schnee ausfallen lassen“, erinnert sich Roth.

Später verschob die Stadt die Aktion in den Herbst, was zu Abstimmungsproblemen mit den Schulferien geführt habe. Nun wolle man jedoch neue Wege gehen und den Aktionstag an die weltweite Aufräumaktion koppeln.

Unterstützt werden die freiwilligen Helfer von Mitarbeitern des städtischen Bauhofes. Zudem stellt die Stadtverwaltung das erforderliche Equipment wie Handschuhe, Müllsäcke und Greifer zur Verfügung.

In 28 Stadtbezirken wird gesammelt

Interessierte können sich bis Mittwoch, 15. September, per Mail an bauhof@obertshausen.de oder unter z 06104 7037400 sowie z 06104 7037401 anmelden.

Die Müllsammler treffen sich dann am Samstag, 18. September, im Zeitraum von 8.30 bis 12 Uhr auf dem städtischen Bauhof an der Leipziger Straße 33. Das Material zum Einsammeln kann dann ebenfalls am Samstag oder nach vorheriger Absprache am Freitag abgeholt werden. Mit dem Arbeitsmaterial erhalten die Müllsammler auch eine kleine Stärkung und ein Erfrischungsgetränk.

„Früher gab es im Nachgang immer ein geselliges Beisammensein mit einer Suppe“, berichtet Bürgermeister Manuel Friedrich. „Wegen der Coronamaßnahmen mussten wir das Konzept an dieser Stelle jedoch anpassen.“

Die Sammler sind in insgesamt 28 Bezirken im Stadtgebiet unterwegs. Aufgrund der aktuellen Situation werden die Teilnehmer um eine Liste mit den Kontaktdaten oder eine Registrierung über die Luca-App gebeten. Zudem werden festes Schuhwerk und eine Warnweste empfohlen. (Von Jan Max Gepperth)

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