Neues Mülleimersystem

Obertshausen testet neues Mülleimersystem an der Schubertstraße

Ein automatisierte Mühlheimer steht auf einem Spielplatz.
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Testbetrieb an der Schubertstraße: Seit Kurzem steht „Mr. Fill“ auf dem Spielplatz gegenüber dem Rathaus.

Illegal abgeladener Unrat an den Standorten der Papiercontainer, achtlos weggeworfener Müll entlang von Wegen und Grünanlagen und Beschwerden, die Stadt würde sich nicht entschlossen genug um die Probleme kümmern. Das Thema Müll bewegt in Obertshausen regelmäßig die Gemüter von Bürgern und Lokalpolitik.

  • Die Stadt Obertshausen will den Kampf gegen Vermüllung von Plätzen aufnehmen.
  • Obertshausen testet ein neues Müllsystem.
  • Ein solarbetriebener Mülleimer soll an der Schubertstraße aufgestellt werden.

Obertshausen – Nun will die Stadt Obertshausen im Kampf gegen die zunehmende Verschmutzung an stark frequentierten Plätzen nicht nur auf die Vernunft der Bürger, sondern auch auf moderne Technik setzen. Aus diesem Grund teste man aktuell ein neues Müllbehältersystem, berichtet Bürgermeister Manuel Friedrich. So wurde in Zusammenarbeit mit der Firma German EcoTec GmbH deren solarbetriebener Mülleimer „Mr. Fill“ auf dem Kinderspielplatz an der Schubertstraße aufgestellt. „Das System hat einer unserer Mitarbeiter in einer anderen Stadt entdeckt und wir haben uns überlegt, es mal zu testen“, erläutert Erster Stadtrat Michael Möser. Der passende Ort für den Test war schnell gefunden, denn gerade die Mülleimer in Parks und auf Spielplätzen quellen nach einem Wochenende mit schönem Wetter meist über. „Da kommt von Freitag bis Montag schnell einiges an Müll zusammen“, erläutert Möser.

Obertshausen: Mülleimer in Parks und auf Spielplätzen quellen über

Das Pressen des Mülls sorge dafür, dass die Behälter nicht mehr überquellen, und verlängere so auch die Intervalle bis zur nächsten Leerung, beschreibt Rathauschef Friedrich die Vorteile des Systems. Dessen Software dokumentiert Füllstände und den Verlauf der Leerungen. Das senke zugleich Personal- sowie Treibstoffkosten und schone die Umwelt. Auch gegen Vandalismus ist der Behälter gesichert. So sind alle Teile der Außenhülle aus Stahl gefertigt, eine spezielle Beschichtung schützt vor Graffiti oder Aufklebern.

An die Hygiene sei bei der Solar-Mülltonne ebenso gedacht, erläutert Friedrich. Nicht nur der Einwurfschacht ist mit einem Handgriff versehen, lasse sich aber auch ganz bequem mit einem Fußpedal öffnen. „Sollte der Test in der Schubertstraße positiv verlaufen, wird die Stadt weitere Solarmülltonnen anschaffen, die dann bevorzugt an Stellen mit hohem Müllaufkommen zum Einsatz kommen“, plant der Rathauschef.

Müll: Neue Mülleimer in Obertshausen dank Spende

Erhöht werden soll auch die Zahl der herkömmlichen Mülleimer. Dafür bittet die Stadt Obertshausen die Bürger um Mithilfe. Dank einer Spende könne die Stadt zwanzig neue Abfalleimer und acht Sitzbänke aufstellen. „Bevor wir als Verwaltung die Standorte eigenständig auswählen, setzen wir nun auf die Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger“, sagt Friedrich. Zusätzlich sollen versteckte oder kaum genutzte Mülleimer an stark frequentierte Wege, Straßen oder Plätze versetzt werden. „Insgesamt sind in Obertshausen über 320 Abfalleimer verteilt. Ob diese nach so vielen Jahren an den richtigen Stellen platziert sind, soll mit dieser Aktion gleich mitüberprüft werden“, erläutert der Leiter des städtischen Bauhofs, Stefan Reinl.

Beteiligen können sich Interessierte bis zum 28. August per Mail an deine-meinung@obertshausen.de oder unter Tel. 06104 703-1102. Die meist genannten Standorte werden Anfang September ausgewählt.

(Von Thomas Holzamer)

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