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Freizeitbad Monte Mare öffnet wieder: Diese Regeln gelten jetzt

Betriebsleiter Carsten Kuczewski (Dritter von rechts) und sein Team wollen das Bad am 8. Juli wieder öffnen.
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Betriebsleiter Carsten Kuczewski (Dritter von rechts) und sein Team wollen das Bad am 8. Juli wieder öffnen.

Das Spaßbad Monte Mare in Obertshausen erwacht am 8. Juli aus dem Dornröschenschlaf. Worauf müssen sich Badegäste einstellen?

Obertshausen – Ob auf dem Außengelände der Saunanlage, in der weitläufigen Badewelt oder in den Katakomben eine Etage tiefer, wo das technische Herz des Freizeitbads liegt – im Monte Mare an der Badstraße herrscht an diesem Morgen geschäftiges Treiben. Die Vorbereitungen von Betriebsleiter Carsten Kuczewski und seinem Team nähern sich langsam der Zielgeraden. Nur noch ein paar Tage müssen sich Wasserratten und Saunafans gedulden, dann öffnet am kommenden Mittwoch, 8. Juli, Obertshausens beliebtes Freizeitbad wieder seine Türen – nach 113 Tagen.

Bis dahin gibt es jedoch noch einiges zu tun, um das Spaßbad aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. So gilt es unter anderem, sämtliche Wasserkreisläufe wieder in Betrieb zu nehmen. Diese waren in den Monaten der Corona-Zwangspause auf ein Minimum heruntergefahren. Zudem muss das Wasser langsam wieder auf die perfekte Badetemperatur gebracht werden. „Die Heizung läuft und schafft jeden Tag ein bis zwei Grad“, erläutert Kuczewski. Das Ergebnis ist in der großen Schwimmhalle deutlich zu spüren. So reicht die Abwärme der Becken bereits, um dem Team beim Arbeiten schnell den Schweiß auf die Stirn zu zaubern.

Für noch mehr Schweiß und einen ordentlichen Schwung an zusätzlichen Aufgaben sorgen auch die strengen Regeln, die der Badbetreiber zum Schutz vor Corona erfüllen müssen.

Die wichtigste Hürde von offizieller Seite hat das Team jedoch bereits genommen. „Die Laboruntersuchung ist für uns ganz entscheidend“, erläutert Kuczewski. Anfang der vergangenen Woche wurden die ersten Wasserproben für die Freigabe durch das Gesundheitsamt entnommen. Seit Donnerstag liegen deren Ergebnisse vor. „Die Wasserqualität ist hervorragend, was uns natürlich besonders freut“, berichtet er.

Bis zum Wochenende will das Kernteam den überwiegenden Teil der Vorbereitungen abgeschlossen haben. Dann kommt auch der Rest der Belegschaft zurück. „Für das Wochenende ist dann noch einmal eine komplette Grundreinigung geplant, unsere Deadline haben wir auf Montagabend gelegt“, erläutert der Chef. Denn bereits einen Tag vor der offiziellen Wiedereröffnung läuft im Freizeitbad der Testbetrieb. Dann soll sich zeigen, ob das von den Ämtern vorgelegte Betriebskonzept unter Corona-Bedingungen wie erwartet funktioniert. „Am Dienstagabend setzen wir uns dann noch mal mit dem ganzen Team zusammen und besprechen, wie die Generalprobe gelaufen ist“, sagt Kuczewski.

Für den Betrieb hofft der Badchef auch auf das Verständnis der Besucher. So gilt im gesamten Bad beispielsweise der bereits bekannte Mindestabstand von eineinhalb Metern. Zudem gilt für die Nutzung von Saunen und Becken: eine Person je fünf Quadratmeter Fläche. „Das heißt zum Beispiel in unsere größte Sauna, die Serengeti, dürfen maximal zehn Personen gleichzeitig“, erläutert Kuczewski. Nicht viel wenn man bedenkt, dass sich dort vor Corona bei Aufgüssen in der Regel rund 60 bis 70 Besucher gleichzeitig entspannten.

Neben Hinweisschildern sollen Aufkleber auf dem Boden vor der Sauna, auf denen die Besucher ihre Badeschlappen abstellen, auf einen Blick zeigen, ob drinnen noch ein Plätzchen frei ist. „Die Aufkleber dienen quasi als Flip-Flop-Garage“, erläutert Kuczewski und lacht.

Verzichten müssen die Besucher vorerst auf herkömmliche Aufgüsse und das Dampfbad. Auch Whirlpools, und Wasserattraktionen wie Sprudeldüsen oder Wasserfälle bleiben aus. „Aber unserer Rutschen dürfen wir öffnen“, beruhigt der Betriebsleiter. Und auch die drängendste Frage vieler Schwimmbadfans ist geklärt: die Maskenpflicht. Diese gilt nach den aktuellen Regeln nur vom Betreten des Bades bis zu den Umkleiden. Im Saunabereich und in der Schwimmwelt gibt es keine Maskenpflicht solange die Abstände eingehalten werden. Dafür hat das Team unter anderem die Liegeflächen vermessen und die Liegen jeweils paarweise im Abstand von eineinhalb Metern aufgestellt. Für Foyer und Umkleiden wurde ein Einbahnstraßensystem eingerichtet.

Bewusst habe man sich im Gegensatz zu vielen anderen Betreibern gegen ein Onlinebuchungssystem und starre Zeitfenster entschieden, erläutert Kuczewski. „Dann müssten wir die Besucher bitten zu gehen während draußen schon die nächsten warten und das wollten wir nicht.“ Ein Blick auf die Internetseite vorab lohne sich jedoch trotzdem. Sollte es wider Erwarten einmal zu voll und der Einlass gestoppt werden müssen, wird dies dort vermeldet.

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