Simon Kümmling moderiert beim ERF

Christliche Rampensau

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 Simon Kümmling lebt Musik. Seine aktuelle CD heißt: „Alles, was ich brauch’“.

Obertshausen - Student, Radiomoderator, Musiker: Der 23-jährige Simon Kümmling ist vielseitig und möchte Nachhaltiges schaffen. Dabei steht sein Wirken stets im Zeichen Gottes. Von Michael Prochnow 

Simon Kümmling ist 23 Jahre alt, in Obertshausen aufgewachsen, studiert in Gießen und wohnt in Wetzlar. Das allein wirft noch kein Licht auf seinen Namen. Vielleicht aber seine Hobbys: Bei Radio ERF-Pop moderiert er die Sendung „Das Gebet“ und als christlicher Liedermacher gibt er regelmäßig Konzerte. „Eine spannende Sache“, kommentiert er die Chance, nach dem Volontariat beim Evangeliumsrundfunk weitermachen zu können.

„Die Sendung ist unglaublich persönlich“, schildert der junge Mann mit der tiefen Stimme, „ein super Ausgleich zum Studium“. Er bereitet sich im dritten Semester auf ein Lehramt mit den Fächern Musik und Deutsch fürs Gymnasium vor. „Ich bin generell ein sehr vielseitiger Mensch“, charakterisiert sich der Sprecher selbst. Nach dem Abi am Kreuzburg-Gymnasium in Großkrotzenburg hat er in Marokko Englisch unterrichtet – und selbst Arabisch gelernt.

Das lief über eine christliche Organisation. Nach der Penne wollte Simon erstmal „irgendwas Praktisches“ machen. „Es war ein sehr intensives Jahr“, blickt er zurück. Lehrer sei eben ein „toller Job“, er könne gut mit Jugendlichen umgehen, habe Freude am Vermitteln. „Manchmal muss jemand ermutigt werden, damit er eine Herausforderung bestehen kann“, definiert er sein pädagogisches Talent.

Mit der Musik Erlebtes verarbeiten

Mit der Musik möchte er selbst Erlebtes verarbeiten. Für einen Musiker sei es toll, „wenn sich Menschen mit meinen Texten identifizieren können“, beschreibt er seine Motivation. Auch die Melodien für seine Botschaften komponiert er selbst. Die Lieder auf seiner ersten CD hat er alle in Marokko geschrieben. Das aktuelle Album, „Alles, was ich brauch’“, verarbeitet „Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre, wie Gott mich getragen hat, was wirklich Bestand hat“.

Aktion: Musiker und Bands aus der Region gesucht

Auch ein Liebeslied ist dabei, in dem er seine damalige Beziehung wie einen Tanz beschreibt. „Es ist’s wert“ entstand nach einem Umzug, als er ein soziales Projekt für „unglaublich wertvolle Menschen“ startete. „Erhebt den Blick“ hat er geschrieben, als eine Freundin, auch eine überzeugte Christin, nach einem Unfall gestorben ist. Der Autor Kümmling schreibt viel, „das nie jemand zu hören bekommt“, bezeichnet sich aber auch als „Rampensau“. Manche Texte seien schwer zu verstehen, das gleiche dann seine Moderation mit Witz aus. Er pflege bei jedem Auftritt den Dialog mit dem Publikum.

So wirkt Musik auf unsere Körper

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Simon sieht sich als Singer-Song-Writer, textete erst auf Englisch, mittlerweile auf Deutsch zu Pop-Rhythmen. In den eher ruhigen Liedern verarbeitet er Situationen, die ihn beschäftigen. Er spielt Gitarre und Bass, singt zu Streicher-Arrangements, einer Band oder sogar zum eigenen Cellospiel. „Es geht nie darum, auf alles Antworten zu geben, sondern zum Nachdenken anzuregen“, erläutert er zugleich seinen Anspruch ans eigene Leben. „Ich wünsche mir, dass es was Nachhaltiges hat, dass ich Menschen gut tue.“

Mehr Infos gibt es auf der Homepagevon Simon Kümmling.

Dazu müsse er sich stets „bewusst machen, wem ich alles zu verdanken hab’“. Seine Antwort ist klar: „Gott!“. Und diese Beziehung nehme er sehr ernst. „Positive Prägungen“ erfuhr er durch sein christliches Elternhaus und die evangelische Gemeinde an der Schönbornstraße, „dort habe ich ganz viel Bestätigung erfahren“. Die Waldkirche sei zudem ein „Ort, wo man sich sehr gut ausprobieren kann“. Es sei gut, wenn Eltern ihren Kindern Werte vermitteln, aber auch kommunizieren, warum sie etwas für wichtig halten. Seine Eltern hätten ebenso einen ganz anderen Weg akzeptiert.

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