Polizei und Post ratlos

Wo sind Karen Fiedlers Briefe?

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Obertshausen - Nachdem die Hausenerin Karen Fiedler kurz nach Pfingsten Briefe an ihren Bruder in Frankfurt und ihre Tochter in Darmstadt geschickt und auch nach mehreren Tagen keine Antwort bekommen hat, wird sie langsam unruhig. Von Karl-Heinz Otterbein

Telefonische Nachfragen bei Bruder und Tochter ergeben, dass die Briefe, die unter anderem Krankenkassen-Ausweise enthielten, bei beiden nicht angekommen sind. Als die Hausenerin dies telefonisch der Polizei meldet, rät man ihr, sich zunächst an die Post zu wenden. In der Postagentur in der Mühlstraße erhält Karen Fiedler dann die Antwort, dass es in jüngster Zeit mehrere Fälle dieser Art in Hausen und Obertshausen gegeben habe und man notiert sich die Sache. Sie nennt dort auf Wunsch die Briefkästen, in die sie die beiden Briefe gesteckt hatte (am Bahnhof und am Bürgerhaus), einen förmlichen Nachforschungsauftrag stellt sie nicht. Seither wartet Karen Fiedler auf Antwort. Allerdings vergeblich - die Briefe bleiben verschwunden.

An einen Zufall will Karen Fiedler nicht glauben, schließlich habe sie die Briefe an unterschiedliche Adressen geschickt. Dass jemand die Briefe womöglich wegen der Krankenkassen-Ausweise gestohlen hat, kann sie nur vermuten. Der Polizei sind im Kreis keine weiteren derartigen Fälle bekannt, wie Polizeisprecher Rudi Neu auf unsere gestrige Anfrage mitteilt. Es seien auch keine diesbezüglichen Anzeigen eingegangen.

Laut Post-Pressesprecher Heinz-Jürgen Thomeczek kann das Verschwinden der Fiedlerschen Briefe verschiedene Gründe haben. So könnte eine Sortiermaschine mit den möglicherweise beschädigten Umschlägen Probleme bekommen und sie aussortiert haben, auch menschliches Versagen oder Diebstahl wollte Thomeczek nicht ausschließen. Er sagte zu, sich um die Angelegenheit zu kümmern und uns schnellstmöglich zu informieren. Nun warten wir auf das Ergebnis seiner Nachforschungen.

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