Wohltätigkeit

Spenden für Malawi: Eichendorff-Schule nimmt an Unicef-Lesewoche teil

Wegen des Wechselunterrichts sind nie alle Kinder gleichzeitig vor Ort. Trotzdem fand ein digitaler Unterrichtsbesuch statt.
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Wegen des Wechselunterrichts sind nie alle Kinder gleichzeitig vor Ort. Trotzdem fand ein digitaler Unterrichtsbesuch statt.

Fünf Schüler sitzen mit großem Abstand vor einem Laptop im Klassenzimmer. Daneben sitzen die Klassenlehrerin und eine Lehrkraft im Vorbereitungsdienst. Hintergrund dieser Konstellation ist die Lesewoche von Unicef, die diese Woche an der Joseph-von-Eichendorff-Schule in Obertshausen stattfindet.

Obertshausen – Bei der Lesewoche handelt es sich um eine bundesweite Leseaktion, die die Kinderhilfsorganisation der Vereinten Nationen für Schulen organisiert. Hierbei lesen Kinder für den guten Zweck. Sie suchen sich Sponsoren wie beispielsweise Eltern oder Verwandte, die ihnen für jede gelesene Seite einen vorher festgelegten Betrag zur Verfügung stellen. Das gespendete Geld wird anschließend aufgeteilt. Die Hälfte bleibt bei der Schule und wird dort beispielsweise in die Schulbücherei investiert, der Rest geht an das Unicef-Bildungs- und Klimaschutzprojekt „Living Schools“ in Malawi. Dort sollen unter anderem Klassenräume und Schulen neu gebaut und renoviert werden. Außerdem werden die Gelder auch für den Bau von Brunnen für die Trinkwasserversorgung genutzt. Malawi ist eines der vom Klimawandel besonders stark betroffenen Länder.

„Wir haben unsere Lesewoche daher bewusst zum Tag der Erde am 22. April veranstaltet“, erklärt Jana Kemmerer. Die Lehrerin im Vorbereitungsdienst kümmert sich an der Eichendorff-Schule um die Umsetzung des Projektes.

Kollegium unterstützte Lesewoche von Unicef

Auf die Idee der Lesewoche war sie zufällig gestoßen. „Die Referendare sind aufgefordert während der Ausbildung ein Projekt zur Unterstützung der Schule durchzuführen“, sagt Kemmerer.

Jana Kemmerer (links) im Gespräch mit der Unicef-Mitarbeiterin.

Im Kollegium kam der Wunsch nach einem Projekt zur Stärkung der Schulgemeinschaft auf. Der jährliche Sponsorenlauf an der Schule musste schon letztes Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen und auch Schulfeste können zur Zeit leider nicht stattfinden. „Wir sind dann im Internet auf die Lesewoche gestoßen und dachten: Das ist genau das Richtige“, so die angehende Lehrerin. „Das ist quasi auch wie ein Spendenlauf, nur müssen die Schüler eben Seiten lesen statt Runden laufen.“ Der Vorteil hierbei sei, dass die Kinder auch zu Hause lesen könnten, beispielsweise wenn sie in Quarantäne oder im Homeschooling sind.

Eichendorff-Schule gab kein konkretes Ziel aus

Um den Kindern die Lesewoche greifbarer zu machen, gab es auch digitale Unterrichtsbesuche von einer Unicef-Mitarbeiterin. Sie erklärte den Kindern nicht nur anschaulich, was Unicef ist und tut, sondern auch, wohin die Spenden gehen und was damit gemacht werden soll.

Ein genaues Spendenziel hat sich die Schule, die mit allen Klassen an der Lesewoche teilnimmt, nicht gesetzt. „Es ist klar, dass es in Zeiten der Pandemie nicht für jeden einfach ist, größere Summen zu spenden“, sagt sie und sagt abschließend: „Es ist eher ein Gemeinschaftsprojekt. Und schließlich zählt ja jeder Cent für die gute Sache. Vielmehr steht im Vordergrund, auch in der schwierigen Zeit ein Zeichen zu setzen, dass man gemeinsam etwas bewegen kann.“ (Von Jan Max Gepperth)

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