Prüfbüro mit Gutachten zu Drainage beauftragt

Tennenplatz erneut gesperrt

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Und wieder ist der Tennenplatz (rechts) des Sportzentrums gesperrt. Schuld sind Probleme mit dem Belag, durch den Wasser nicht richtig versickern kann. Dadurch bilden sich bei Regen Pfützen auf dem Feld.

Obertshausen - Gesperrt, freigegeben und gleich wieder gesperrt – mit dem Tennenplatz des Sportzentrums hat die Stadt Obertshausen derzeit nur Ärger. Dabei war der Belag des Hartfelds im vergangenen Jahr erst saniert worden. Von Thomas Holzamer

Kaum war er freigegeben, ist der Tennenplatz – umgangssprachlich Hartplatz – im Sportzentrum an der Badstraße auch schon wieder gesperrt. Grund dafür ist ein Problem mit der Drainage, das verhindert, dass Regenwasser richtig abläuft und auf dem Belag stehen bleibt, wie Marc Lukowski erläutert. Der Fachplaner hat die Stadt bei der vorherigen Sanierung des Platzes unterstützt. Der war jedoch aus Sicht der Sportvereine nach der Erneuerung nicht bespielbar. Vor allem größere Steine, die über den gesamten Platz verteilt waren, hätten ein großes Verletzungsrisiko für die Sportler bedeutet (wir berichteten). Zudem hatten die Vereinsvertreter moniert, dass auch nach der Sanierung das Regenwasser nicht richtig abfließe und sich Pfützen auf dem Feld bildeten.

Das Problem des zu groben Belags sei inzwischen zwar von einer Fachfirma beseitigt worden, erläutert Lukowski, allerdings habe man dabei festgestellt, dass es immer noch Probleme mit der Drainage gebe. Das Problem, so vermutet Lukowski, liege vermutlich an der dynamischen Schicht des Belags, die sich direkt unterhalb der Tennendecke befindet. Nach den Beanstandungen im Sommer wurde die Deckschicht des Platzbelags durch jene Fachfirma, die auch die Sanierung des Platzes ausgeführt hat, abgetragen, zweimal durchgesiebt und damit komplett von den größeren Steinen befreit, beschreibt der unabhängige Fachplaner. Anschließend wurde die Deckschicht wieder aufgebracht und wie üblich in sechs Walzgängen längs, quer und über Kreuz verdichtet, um die für die Bespielung notwendig Schürffestigkeit herzustellen. Die sorgt dafür, dass die Belagdecke auch bei der regelmäßigen Belastung im Spielbetrieb nicht abgetragen wird. Nachdem das Problem mit dem groben Belag gelöst war, hatte die Stadt den Platz anfang Oktober wieder freigegeben.

Allerdings habe man bei der Abnahme des Platzes festgestellt, dass die Tennenschicht trotz des mehrmaligen Walzens an einzelnen Stellen noch zu weich ist. Um die Ursache zu prüfen habe man an drei Stellen die Tennenschicht geöffnet. „Dabei haben wir festgestellt, dass die darunter liegende dynamische Schicht zu hart ist“, erläutert Lukowski. Das führe dazu, dass das Regenwasser zwar durch die Platzdecke versickern könne, jedoch nicht durch die zu hoch verdichtete dynamische Schicht darunter komme. Die Folge: Bei Regen bilden sich Pfützen auf dem Platz. Unklar sei indes, warum die dynamische Schicht derart verdichtet ist. Denn diese sei zu dem Zeitpunkt, als die durchgesiebte Deckschicht wieder aufgebracht wurde, noch nicht verhärtet gewesen, gibt Lukowski an. Die Arbeiten wurden zudem durch die Stadt begleitet mit wöchentlichen Ortsterminen.

So hält Sport im Wasser richtig fit

Um dem neuerlichen Problem auf den Grund zu gehen, hat die Stadt nun das auf Sportstätten spezialisierte Prüflabor Lehmacher / Schneider aus Saarbrücken beauftragt, ein Gutachten zu erstellen. Die dafür nötigen Untersuchungen sollen noch vor Weihnachten stattfinden, das fertige Gutachten werde aller Voraussicht nach jedoch erst Anfang des Jahres vorliegen, vermutet der Planer. Aus diesem Grund müsse der Platz bis auf Weiteres gesperrt bleiben, um den aktuellen Zustand nicht zu verändern. Um für die Zwischenzeit eine Lösung für den Spielbetrieb der Sportler zu finden, sei bereits ein Treffen mit den Vereinsvorsitzenden geplant, kündigte Bürgermeister Roger Winter an.

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