Leckere Karamellbonbons aus Obertshausen

Aromakünstler Thomas Niedermayer stellt „Fudges“ her

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Von Gin bis zur Grünen Soße hat Thomas Niedermayer alles schon in Fudges verarbeitet.

Obertshausen - Seit mittlerweile drei Jahren stellt Thomas Niedermayer in seiner eigenen Manufaktur „Fudges“ her. Die Sommerzeit nutzt er auch, um sich neue Kreationen für die Karamellwürfel zu überlegen. Von Patrick Eickhoff

„Das dritte Jahr ist das schwerste“, sagt Thomas Niedermayer. Der 49-Jährige hat sich vor drei Jahren selbstständig gemacht und produziert in seiner Manufaktur sogenannte „Fudges“. Das sind Weichkaramelle mit englisch-amerikanischen Wurzeln. „Im ersten Jahr ist alles noch neu und das Interesse ist groß, nur wenn man nicht rechtzeitig aufpasst, dann verschwindet man schnell wieder“, betont er. Deshalb nutzt er die Sommerzeit, um immer wieder an neuen Kreationen zu arbeiten. „Es kommen auch immer mehr Auftragsarbeiten rein“, erläutert er.

Niedermayer beschreibt sich selbst als Genussmenschen. „Ich stehe schon immer auf gutes Essen und gute Getränke“, sagt er. Fudges hatten es ihm ebenfalls früh angetan. „Wir stellen diese in Handarbeit her.“ Die Sorten sind an Kreativität nicht zu überbieten. Neben dem klassischen „Hessen-Fudge“ gibt es auch eine vegane Variante, eine Whisky-Kreation oder den „Grüne-Soßen-Fudge“. „Der verkauft sich aber natürlich eher im Frankfurter Raum.“ Besonders wichtig ist ihm dabei die Qualität. „Die Rohstoffe sind aus nachhaltigem Anbau und oft von regionalen Erzeugern.“ Auch bei der Verpackung hat der Unternehmer darauf geachtet, heimischen Betrieben den Vorzug zu geben. Die Hüllen stammen aus Bieber.

Im schwierigen dritten Jahr, wie Niedermayer es selbst bezeichnet, hat er sich eine neue Maschine für die Produktion geleistet. „Das Gerät haben wir mehrere Tage in Belgien getestet, damit können wir deutlich größere Mengen im gestiegenen Auftragsgeschäft produzieren.“ Dies ist ebenfalls ein Feld, welches mit der Zeit gewachsen ist, betont er. „Es gibt immer mehr Firmen, die ein spezielles Fudge haben wollen.“ Vom Riesling bis zum Absynth-Karamellwürfel hat er seinem Geschmack dabei freien Lauf gelassen. „Ausprobieren und einfach Spaß haben“, sagt er.

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Den lässt er sich nicht nehmen, auch wenn er dafür mal 14 Stunden am Tag in der Küche steht. Besonders im September, wenn es auf die verschiedenen kulinarischen Messen zugeht und viele Kunden sich ums Weihnachtsgeschäft kümmern, sei das der Fall. „Aber das habe ich mir ja selbst ausgesucht“, sagt er und lacht. Mittlerweile helfen ihm zwei Mitarbeiter an der Bahnhofsstraße bei der Produktion der Karamellstücke, wobei einer sich mehr im neuen Büro über der Manufaktur aufhält. „Das ist auch nicht ganz so meins, ich muss einfach hier stehen und Zutaten mischen und ausprobieren.“

Denn für die meisten Menschen sind Fudges und Schokolade eben kein Sommergeschäft. „Das haben wir auch gemerkt, als es schon früh angefangen hat, so heiß zu werden“, erläutert der 49-Jährige. Deshalb hat der Aromakünstler beispielsweise auch Karamellcreme oder Kaffeebohnen im Angebot. „Für die Zukunft ist der Plan, neben einem Grundstamm von Fudges immer mal wieder neue Dinge mit ins Angebot zu nehmen aber auch Sachen auszutesten.“

Wer Interesse an den Karamell-Würfeln hat, kann diese auf aromakuenstler.de bestellen und in der Manufaktur (Bahnhofsstraße 50) abholen.

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