Umfrage: Eltern mit Kinderbetreuung sehr zufrieden

Nur eine Note sechs für Kitas

Obertshausen - Vor allem Einser und Zweier haben Obertshausener Eltern den sechs städtischen Kindertagesstätten gegeben, als sie nach ihrer Zufriedenheit mit diesen Einrichtungen befragt wurden. Von Claudia Bechthold 

Dabei ging es um Atmosphäre und Öffnungszeiten, aber auch um die Qualität der Arbeit, die dort geleistet wird. „Wir haben in den städtischen Kitas nach und nach ein Jahresarbeitszeit-Modell eingeführt“, begründet dies Erster Stadtrat Hubert Gerhards. In regelmäßigen Abständen werde man nun überprüfen, ob diese Veränderung Auswirkungen hat, wie zufrieden die Eltern seit dieser Umstellung mit den Betreuungsangeboten sind. Als recht gut bezeichnete Gerhards dabei nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Rücklaufquote der Umfrage, die im Durchschnitt von 35 Prozent der Eltern beantwortet wurde.

Nur ein einziges Mal wurde eine Note sechs vergeben, bei der Frage nach der Zufriedenheit mit der Betreuungslösung. Von insgesamt 242 Antworten entfielen immerhin 208 auf die Noten eins und zwei. Ob Platzangebot und Öffnungszeiten passend seien, bejahten 231 der 276 befragten Eltern. Das Ergebnis der Umfrage sei eine Bestätigung für die Arbeit in den sechs städtischen Kindertagesstätten, aber auch für den Magistrat, freute sich der Erste Stadtrat.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

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Die Stadt Obertshausen ist dem Beispiel anderer Städte nicht gefolgt, die Erzieherinnen etwas mehr bezahlen. „Wir gehören dem Arbeitgeberverband an und sind damit zur Tariftreue verpflichtet“, begründet er diese Entscheidung. Auf der anderen Seite werde es immer schwieriger, frei werdende Erzieher- Stellen neu zu besetzen, räumte Gerhards ein. Er wisse nicht, wie lange man das durchhalten könne. Irgendwann werde man mit der Gehaltsanhebung nachziehen müssen, dann werde der Vorteil einiger Kommunen, die aus der Solidargemeinschaft ausgeschert seien, wieder angeglichen.

Bei den Gebühren für die Kinderbetreuung liege Obertshausen im Kreisvergleich im unteren Drittel. Und dies, obwohl die Kinderbetreuung in der Stadt schon jetzt mit 7,3 Millionen Euro allein im Etat für dieses Jahr subventioniert werde. Obwohl er persönlich der Meinung sei, dass auch die Kita-Gebühren der allgemeinen Kostenentwicklung angepasst werden müssten, sei dahingehend derzeit keine Anhebung geplant. Im Stadtparlament erhielte eine Erhöhung keine Mehrheit.

Rubriklistenbild: © dpa

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