Anlaufstelle für Bürger

„Obertshausen hilft“: Unterstützung in Zeiten des Coronavirus

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Hilfe in der Corona-Krise will die Seite „Obertshausen hilft“ jenen Bürgern bieten, die auf Unterstützung angewiesen sind. 

In sozialen Medien werden derzeit viele Gruppen gegründet, um sich gegenseitig in Zeiten des Coronavirus zu unterstützen. So auch in Obertshausen.

Obertshausen – Falsche Nachrichten, Beleidigungen und jede Menge Katzenbildchen, die dort verbreitet werden: Die sozialen Netzwerke werden oft verteufelt. Doch sie haben auch ihre guten Seiten, findet Obertshausens Grünen-Landtagsabgeordnete Katy Walther.

Das beweist auch jene Idee, die binnen kürzester Zeit zu einer Anlaufstelle für Obertshausener rund um das Thema Coronavirus geworden ist. Binnen eines Nachmittags haben sich in der privat initiierten Facebook-Gruppe „Obertshausen hilft“ zahlreiche Bürger bereit erklärt, ältere Menschen und solche, die als Risikogruppen von den Auswirkungen der Corona-Epidemie besonders betroffen sind, zu unterstützen. Vom Fahrdienst über Einkaufs- und Besorgungsleistungen bis hin zum Angebot, für andere Essen zu kochen oder bei der Kinderbetreuung zu unterstützen, reicht die Hilfsbereitschaft der Obertshausener. Und so hat die Gruppe inzwischen bereits mehr als 600 Mitglieder, die helfen wollen oder sich informieren, wie sich die Vorsichts- und Quarantänemaßnahmen im Ort auswirken.

Zudem hat Mitstreiter Fabian Bleisinger für die Aktion auch eine Homepage erstellt, die nutzen kann, wer kein Profil in dem sozialen Netzwerk besitzt. Dort finden Interessierte die Kontaktdaten der Gruppe.

„Ich bin überwältigt von der Hilfsbereitschaft in unserer Stadt“, freut sich Katy Walther, die die Facebook-Gruppe spontan am vergangenen Freitag ins Leben gerufen hat. „Zunächst war die Idee, dort verifizierte Infos rund um Corona zu bündeln“, erzählt sie. Gemeinsam mit den ersten Mitgliedern der Gruppe nahm das Thema schnell Fahrt auf und die Idee, Menschen, die in dieser schwierigen Zeit auf Unterstützung angewiesen sind, zu helfen, war geboren.

Auch ein Team fand zusammen, das sich gemeinsam um die Vernetzung von Helfenden und Hilfsbedürftigen kümmert. „Unser Ziel ist es, viele Bürgerinnen und Bürger zu erreichen“, sagt Bleisinger. Auf der Internetseite finden die Besucher neben der Mailadresse auch die Telefonnummer des eigens geschalteten Anrufbeantworters. Auch die Stadtverwaltung ist mit im Boot und wird auf das neue Angebot hinweisen. Erreichbar sind die Helfer unter z 06104 953073 sowie per Mail an hilfe@obertshausenhilft.de.

Infos im Internet

obertshausenhilft.de

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