Sportevent steigt virtuell

TGS will mit dem Hausener Volkslauf wegen Corona neue Wege gehen

Am Sonntag (26.07.2019) ist es soweit: Robert Bedner (von links), TGS-Vorsitzender Steffen Bogdahn und Bürgermeister Manuel Friedrich freuen sich auf den virtuellen Volkslauf.
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Am Sonntag (26.07.2019) ist es soweit: Robert Bedner (von links), TGS-Vorsitzender Steffen Bogdahn und Bürgermeister Manuel Friedrich freuen sich auf den virtuellen Volkslauf.

43 Ausgaben und ein regelmäßiges Feld von mehr als 1 000 Teilnehmern: Für viele Läufer aus der Region und darüber hinaus ist der alljährliche Hausener Volkslauf längst zu einer festen Institution für die Laufszene im Rhein-Main-Gebiet und ein Anziehungspunkt für viele Wettkampfbegeisterte geworden.

Obertshausen – 2019 nutze mit Philipp Pflieger und Laura Hottenrott sogar die deutsche Laufelite die Veranstaltung der Turngesellschaft Hausen (TGS) zur Wettkampfvorbereitung.

Doch dieses Jahr sieht die Hausener Laufwelt wegen Corona ein wenig anders aus. Die Pandemie hat die Veranstalter der TGS gezwungen umzudenken. „Dass die Corona-Maßnahmen den Lauf in seiner ursprünglichen Form nicht erlauben, war schon Anfang März zu befürchten“, erzählt der Vereinsvorsitzende Steffen Bogdahn und ergänzt: „Aber unsere Verantwortung gegenüber unseren vielen Helfer hat uns dann letztlich auch schnell zu der Entscheidung gebracht, den Lauf nicht durchzuführen – egal welche Lockerungen noch gekommen wären.“

Aber so einfach gewinnen lassen wollten die Aktiven das Virus dann doch nicht. „Dadurch, dass wir früh Klarheit hatten, konnten wir uns in Ruhe eine Alternative überlegen“, sagt Bogdahn. Aus diesem Grund haben die Organisatoren sich für dieses Jahr eine besondere Variante ausgedacht: Der Volkslauf wird erstmals virtuell ausgetragen.

Besonders mit dem neuen Rathauschef Manuel Friedrich, der zu diesem Zeitpunkt noch bei jener Agentur beschäftigt war, die den „Frankfurt Marathon“ ausrichtet, habe man in intensivem Dialog gestanden. Friedrich, der selbst passionierter Läufer und regelmäßiger Teilnehmer ist, lobt: „Ich freue mich sehr, dass die TGS den Mut hatte, einfach mal einen anderen Weg zu gehen und nicht einfach aufzugeben.“

Das erdachte Konzept ist denkbar einfach: Die Läufer melden sich online an und bekommen ihre Startnummer per Mail geschickt. Diese können sie sich ausdrucken und am Lauftag anheften. Mit jeder der Mail erhalten die Teilnehmer auch den Link zu einem Portal, das nur am Tag des Laufes von 7.30 bis 22 Uhr aktiviert ist. Dort können sie ihre persönlichen Ergebnisse und Fotos hochladen. Der Startschuss wird live auf Facebook übertragen. Gelaufen wird individuell auf einer beliebigen Strecke, sodass die Läufer sogar weltweit – etwa aus dem Sommerurlaub – teilnehmen können. Aus allen eingegebenen Läufen werden dann Ergebnislisten und Urkunden erstellt. „Alle Angaben erfolgen auf Vertrauensbasis und der Wettbewerb rückt in den Hintergrund“, erläutert der Bogdahn „2020 steht nur eine Sache im Fokus: unsere Liebe zum Laufen“, fasst der TGS-Chef die Idee des virtuellen Laufs zusammen. Die Teilnahme ist kostenfrei, der Verein freut sich allerdings über Spenden zur Förderung seiner Jugendarbeit.

Weitere Infos und die Anmeldung gibt’s auf unter tgs-hausen.de/volkslauf. (thh)

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