Astbruchgefahr weiterhin hoch

Obertshausen sperrt den Bolzplatz und appelliert an die Vernunft der Bürger 

Folgen der Trockenheit: Wie am Waldpark kann es derzeit vermehrt zu Astschlägen kommen.
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Folgen der Trockenheit: Wie am Waldpark kann es derzeit vermehrt zu Astschlägen kommen.

Aufgrund der Hitze und Trockenheit ist die Gefahr von Astbrüchen derzeit besonders hoch. Vor allem im Waldpark ist die Situation gravierend.

Obertshausen – Heiße Sommer und viel zu wenig Regen in den vergangenen Jahren haben den heimischen Wäldern stark zugesetzt und auch an vielen Bäumen in Obertshausen ihre Spuren hinterlassen. Bereits Anfang August war es sowohl im Waldpark als auch auf dem Spielplatz an der Schönbornstraße zu sogenannten „Astschlägen“ gekommen. Die Stadtverwaltung hatte beide Areale abgesperrt und die dortigen Bäume von einem Gutachter überprüfen lassen, um eine Gefährdung für die Besucher auszuschließen.

Während der Experte für den Spielplatz an der Schönbornstraße „grünes Licht“ gegeben hatte und dieser inzwischen wieder geöffnet ist, seien die Baumschäden im Waldpark jedoch gravierender, sodass dieser weiterhin gesperrt bleiben muss, bis notwendige und vorsorgliche Baum-Arbeiten oder auch Fällungen zu stark geschädigter Bäume erledigt seien, informiert Erster Stadtrat Michael Möser.

Bürger ignorieren Absperrungen

Und das dürfte noch ein wenig dauern: So hat der Gutachter auf der gesamten Parkfläche nach ersten Einschätzungen 114 Bäume mit Totholz dokumentiert – etwa ein Viertel des Gesamtbestands auf dem Areal. Sechs bis acht davon seien von Hitze und Trockenheit so schwer geschädigt, dass sie gefällt werden müssten. „Das Gutachten wird derzeit nochmals ausführlich geprüft und entsprechende Angebote eingeholt“, erläutert Möser.

Mit Sorge beobachte man derweil jedoch, dass die Absperrungen von vielen Bürgern einfach ignoriert werden. „Leider haben sich vereinzelte Gruppen in den letzten Tagen nicht an die Sperrung gehalten und den Waldpark trotz des Verbotes betreten“, berichtet Bürgermeister Manuel Friedrich. Daher warnt einmal mehr: „Es besteht dort wirklich Lebensgefahr durch eventuell herabstürzende Äste, und wir appellieren dringend an die Vernunft der erholungssuchenden Mitbürger.“

Und auch an weiteren Plätzen in der Stadt ist inzwischen Vorsicht angesagt. So sind inzwischen auch am großen Bolzplatz neben der Zentrale des Malteser Hilfsdienstes an der Bieberer Straße mehrere große Äste herabgestürzt. Auch dieses Areal hat die Stadt nun vorerst gesperrt, bis ein Gutachter Entwarnung geben kann.

Im gesamten Stadtgebiet: Aufenthalt unter Bäumen grundsätzlich gefährlich

„In diesem Zusammenhang weisen wir noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass derzeit im gesamten Stadtgebiet der Aufenthalt unter Bäumen grundsätzlich gefährlich ist, da auch gesund erscheinende Bäume plötzlich ganze Äste abwerfen können“, betont Erster Stadtrat Möser.

Wie lange dies dauern wird, lässt sich aktuell wohl nur schätzen. Denn durch die anhaltenden extremen Wetterverhältnisse kann in Obertshausen noch keine Entwarnung gegeben werden – im Gegenteil. Daran haben auch die vereinzelten Regenfälle in den vergangenen Wochen nicht viel geändert.

Unabhängig davon kontrolliere zudem der „Spielplatztrupp“ des Bauhofs aktuell alle Spiel- und Bolzplätze im Stadtgebiet auf eventuell drohende Astschläge, informiert der Erste Stadtrat. (Thomas Holzamer)

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