Werden hier Hunde gehalten?

Stadt lässt Vierbeiner-Bestand ermitteln

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Die Stadtverwaltung lässt derzeit mit einer Befragung ermitteln, wie viele Hunde im Stadtgebiet gehalten werden.

Obertshausen - Alle Haushalte im Stadtgebiet bekommen in diesen Tagen Besuch von Mitarbeitern der Firma Springer Kommunale Dienste. Die Mitarbeiter des von der Stadt beauftragten Unternehmens wollen von den Bewohnern nur eines wissen: Werden im Haushalt Hunde gehalten? Von Karl-Heinz Otterbein

Mit der Befragung durch die Firma Springer will die Stadtverwaltung ermitteln, wie viele Hunde tatsächlich im Stadtgebiet gehalten werden, so Bürgermeister Bernd Roth. Denn wie nahezu alle hessischen Kommunen erhebe auch die Stadt Obertshausen eine Hundesteuer. Um Steuern kassieren zu können, müssten die Vierbeiner aber vom Hundehalter bei der Stadtverwaltung angemeldet werden.

Die Erfahrung aus der Vergangenheit zeige, dass nicht alle Hundehalter ihrer Pflicht nachkämen und Tiere anmeldeten, so Roth. Daher lasse die Stadt wieder eine Hundebestandsaufnahme vornehmen. Bei der bislang letzten Aktion dieser Art im Jahr 2001 seien 155 nicht angemeldete Hunde ermittelt worden, bei einem damals angemeldeten Bestand von 850 Tieren immerhin etwa 15 Prozent. Laut Andrea. Müller, der Leiterin des städtischen Steueramts, beträgt die jährliche Hundesteuer für einen Ersthund derzeit 90 Euro, für einen Zweithund werden jährlich 102 Euro fällig. Angemeldet sind aktuell etwa 930 Hunde, die allermeisten davon Ersthunde. Für das laufende Jahr rechnet die Stadt mit einnahmen von rund 90.000 Euro aus der Hundesteuer.

Seinen Hund anzumelden sei auch eine Frage der Steuergerechtigkeit, appelliert der Rathauschef an die Hundehalter. Es könne nicht sein, dass ein Ehrlicher die jährliche Hundesteuer zahle, ein Unehrlicher sich aber davor drücke. Wenn bei der jetzt angelaufenen Befragung nicht gemeldete Hunde festgestellt würden, müssten die betroffenen Hundehalter mit einer rückwirkenden Steuerfestsetzung rechnen. Daher werde jedem Hundehalter empfohlen, seinen Vierbeiner schnellstens anzumelden. Nur so könnten sich die Bürger Unannehmlichkeiten ersparen. Nähere Infos gibt es beim Steueramt im Rathaus Schubertstraße unter 06104/703-2303. Dort können auch die Anmeldungen vorgenommen werden.

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Die Befrager müssten sich bei der Aktion weitgehend auf die Ehrlichkeit der Befragten verlassen, so Andrea Müller. Die Mitarbeiter des von der Stadt beauftragten Unternehmens bekämen zwar einen sichtbar zu tragenden städtischen Ausweis, der sie für die Aktion legitimiere, sie dürften aber die Wohnungen nicht betreten. Die Außendienstmitarbeiter seien zudem nicht berechtigt, die Hundesteuer sofort zu kassieren. In Zweifelsfällen würden Betroffenen noch einmal angeschrieben und um Aufklärung gebeten.

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