Lokale Wirtschaft

„Wieder etwas Leben einhauchen“: Verein Stadtmarketing organisiert Heimatshoppen

Im Beethovenpark in Obertshausen plant die Stadtverwaltung ein Kulturprogramm. Archiv
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Im Beethovenpark in Obertshausen plant die Stadtverwaltung ein Kulturprogramm. Archiv

Damit Gewerbetreibende die Möglichkeit bekommen, sich zu präsentieren und Menschen angeregt werden, vor Ort einzukaufen, gibts in Obertshausen einen Tag zum Heimatshoppen.

Obertshausen – Schon Johann Wolfgang von Goethe schrieb „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“ Daran scheint sich die IHK ein Beispiel genommen zu haben und hat das sogenannte Heimatshoppen ins Leben gerufen. Bei diesen bundesweiten Aktionstagen sollen die lokalen Gewerbetreibenden die Möglichkeit erhalten, sich zu präsentieren, und Menschen dazu angeregt werden, vor Ort einzukaufen. In Obertshausen hat sich das Stadtmarketing gemeinsam mit der Stadt und dem Vereinsring der Organisation der Veranstaltung vor Ort angenommen, wie Sabine Hisgen berichtet.

Hisgen ist Pressesprecherin und Ressortleiterin für Gewerbe beim Stadtmarketing und damit in den Augen des Vereins wie geschaffen für die Projektleitung des Heimatschoppens. „Da ich guten Kontakt zu den Gewerbetreibenden habe, hat kein Weg daran vorbeigeführt, dass ich hier die Ansprechpartnerin sein darf“, stellt sie fest.

Heimatshopping in Obertshausen (Kreis Offenbach): Konzept der IHK wurde angepasst

Da es sich bei den Aktionstagen um ein Projekt der IHK handelt, ging die Initiative von der Zweigstelle in Offenbach aus. Diese meldete sich bei der Stadtverwaltung, ob Obertshausen Interesse habe, ein solches Heimatshoppen auszurichten. Daraufhin fragte man beim Stadtmarketing wegen der Organisation an. „Den Ball haben wir gerne aufgenommen“, erläutert Sabine Hisgen. „Das ist eine super Chance, nach den ganzen Entbehrungen in der Pandemie wieder etwas für die Gewerbetreibenden in Obertshausen tun zu können.“

Bereits am 5. Juli fand eine Informationsveranstaltung statt, bei der man das Interesse bei den Vereinen und Gewerbetreibenden abgefragt hat. „Die dort angebrachten Vorschläge haben wir dann aufgenommen und einzelne Arbeitsgruppen und Projektteams gegründet“, sagt die Ressortleiterin. „Seitdem arbeiten wir auf Hochtouren.“

An sich konzentriert sich die IHK bei ihrem Konzept lediglich auf das lokale Einkaufen. Das Stadtmarketing wollte dies jedoch ein wenig anders gestalten, wie die Sabine Hisgen berichtet. „Wir wollten Obertshausen wieder etwas Leben einhauchen“, sagt sie. „Wir wollen quasi wieder miteinander anstoßen können nach dieser harten Zeit.“

Heimatshopping in Obertshausen: Im September sind im Kreis Offenbach zwei Aktionstage geplant

Da das Stadtmarketing ursprünglich aus der Aktion „Rette deinen Ort“ hervorgegangen ist, empfand man es bei dem Verein für essenziell, dass man den Gewerbetreibenden noch einmal den Zusammenhalt zeige und sich dafür bedanke, gemeinsam solch schwere Zeiten gemeistert zu haben: „Wir sind sehr stolz darauf, dass es in Obertshausen keine größeren Geschäftsaufgaben während der Pandemie gegeben hat.“

Insgesamt gibt es am Freitag, 10. September, und am Samstag, 11. September, drei Aktionszonen. Diese befinden sich am Hausener Marktplatz, vor dem Kapellenhof um Richard-Wagner-, Seligenstädter und Birkenwaldstraße sowie am Beethovenpark. In jeder der drei Zonen bekommen die Gewerbetreibenden die Möglichkeit vor ihren Läden Aktionen anzubieten. Zudem werden mehrere Vereine Essen und Trinken an Ständen verkaufen. Zusätzlich bietet die Stadt im Beethovenpark ein Kulturprogramm an, dessen Eröffnung ins Internet gestreamt werden soll. (Jan Max Gepperth)

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