Arbeiten im Beethovenpark

Zäune gegen Mountainbiker

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Zusätzliche Drainagen sollen künftig die Entwässerung des Parks verbessern. Bisher suchte sich das Wasser bei Starkregen seinen Weg in Richtung Theodor-Körner-Straße.

Obertshausen - Teile des Beethovenparks sind derzeit abgesperrt. Dort werden Arbeiten am Kanal und eine Neubepflanzung des Rutschenhügels vorgenommen. Von Thomas Holzamer 

Bagger, Erdarbeiten und ein gesperrter Rutschenhügel – wer dieser Tage die ersten wärmeren Frühlingstage im Beethovenpark verbringen möchte, trifft bereits beim Zugang von der Theodor-Körner-Straße auf einen Bauzaun. Dahinter finden derzeit Erdarbeiten statt, mit denen ein Garten- und Landschaftsbauunternehmen betreut ist. Bei den Arbeiten handele es sich nicht, wie bereits in den sozialen Netzwerken gemutmaßt, um den Bau einer öffentlichen Toilette, betont Bürgermeister Roger Winter. Vielmehr werden an jener Stelle notwendige Drainagen gelegt, um die Entwässerung des Parks zu verbessern. Die Versickerungwirkung des Bodens hatte sich bereits nach der Eröffnung des Parks im unwetterreichen Sommer des vergangenen Jahres als nicht ausreichend erwiesen. Bei Starkregen läuft das Wasser daher nicht schnell genug ab und sucht sich aufgrund des Gefälles den Weg Richtung Theodor-Körner-Straße. Noch in dieser Woche sollen die Arbeiten am Kanal abgeschlossen werden, so Winter.

Zäune, welche die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs derzeit am Rutschenhügel des Beethovenparks aufstellen, sollen die neue Bepflanzung künftig vor Mountainbikern schützen und das Anwachsen der jungen Wurzeln im Erdreich sichern. Zugleich appelliert die Stadt an die Vernunft der Bürger.

Zusätzlich sind auch im hinteren Teil rund um den Rutschenhügel Angestellte vom Bauhof der Stadt Obertshausen mit Vorbereitungsarbeiten beschäftigt. Dort werden derzeit Zäune aufgestellt, die eine demnächst anstehende Nachpflanzung schützen sollen. Teilweise handelt es sich dabei um einen permanenten Stabgitterzaun. An den anderen Stellen ist ein kleinerer Maschendrahtzaun vorgesehen, der wieder entfernt werden soll, wenn die jungen Pflanzen fest mit dem Untergrund verwachsen sind.

Rund 1500 Kleingehölze und Stauden sollen dort gepflanzt werden. Sie ersetzen die ursprüngliche Bepflanzung des Hügels, die von Unbekannten mutwillig zerstört wurde. Etliche Pflanzen samt Wurzelballen wurden aus der Erde gerissen. Darüber hinaus werden Wall und Hügel auch immer wieder von Mountainbikern befahren und dadurch die Bepflanzung stark geschädigt, so die Stadt.

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„Es ist sehr schade, dass die junge Bepflanzung im Park so mutwillig zerstört wurde“, sagt Erster Stadtrat Michael Möser. „Schließlich sollen sich an den Pflanzen doch alle erfreuen können“. Mit den Zäunen hoffe man, das Problem lösen zu können und appelliere gleichzeitig an die Vernunft der Bürger.

Die Vorbereitung und Bepflanzung bei der es auch kurzzeitig zur Sperrungen des Rutschenhügels kommen kann, soll bis Ostern erledigt sein. Dann kann der Park, mit seinen Spielgeräten sowie Sitz- und Liegemöglichkeiten wieder komplett für die Erholung an der frischen Luft genutzt werden.

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