Mensa-Betrieb im Neubau soll im August starten

Obertshausen: Familienzentrum auf der Zielgeraden

An der Außenfassade des Familienzentrums wird derzeit die Dämmung angebracht.
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An der Außenfassade des Familienzentrums wird derzeit die Dämmung angebracht.

Die Hülle steht, die Fenster sind drin und an der Fassade wird noch fleißig gearbeitet – so ganz sieht es von außen noch nicht aus, als würde das künftige Obertshausener Familienzentrum an der Vogelsbergstraße bald eröffnen können. Doch wer einen Blick in die Innenräume des größten städtischen Bauprojektes der vergangenen Jahre wirft, mag schon eher glauben, dass dort bereits in weniger als einem Monat der Betrieb starten soll.

Obertshausen – Allerdings noch nicht komplett, wie Cornelia Holler, Leiterin des Fachbereichs Bauen, bei einem gemeinsamen Rundgang über die Baustelle mit dem neuen Rathauschef Manuel Friedrich, Personalratsvertreterin Miriam Wahl und Kai Hennig vom Fachbereich Soziales erläutert. Letzterer kümmert sich künftig um den Betrieb im neuen „Schmuckstück“.

Geplant habe man eine schrittweise Eröffnung, erläutert Fachdienstleiter Thomas Kirschner, der sich bei der Stadt federf��hrend um das Bauprojekt kümmert und in den vergangenen Monaten trotz externer Bauleitung viel zu tun hatte. Mit dem Start ins neue Schuljahr soll am 17. August zunächst die Mensa für die benachbarte Sonnentauschule starten, im Herbst folgen dann die U3-Kindertagesstätte des Familienvereins Tausendfüßler und zu guter Letzt die Räumlichkeiten für die Nutzung durch die Vereine, zählt Kirschner auf. Im Anschluss – vermutlich ab Ende November – könne dann die Fertigstellung der Außenanlage beginnen.

Mit dem Bauverlauf ist das Team des Fachbereichs zufrieden. Bis auf ein paar Kleinigkeiten sei die Zusammenarbeit mit dem beauftragten Unternehmen gut verlaufen, berichtet Cornelia Holler. Auch die geplanten Kosten für das Projekt seien, trotz der zuletzt stark gestiegenen Preise am Bau, im vorab gesteckten Rahmen geblieben. „Ein paar Ausschreibungen mussten wir dafür wiederholen“, informiert Holler.

Auch die Corona-Pandemie habe einiges zurückgeworfen, jedoch dem Zeitplan nicht so schlimm geschadet, wie zunächst befürchtet. Aktuell verzögere sich jedoch der Einbau der Innentüren im Gebäude, deren Rohlinge von einem Unternehmen mit Sitz in Norditalien geliefert werden. Dieses hatte während des Lockdowns die Produktion einstellen müssen, informiert Holler.

Doch auch sonst gibt es für die einzelnen Gewerke noch einiges zu tun, bis es schon in ein paar Wochen tatsächlich losgehen kann. Während im großen Speisesaal der Mensa lediglich Lichtschalter und Steckdosen sowie die Tische und Stühle fehlen, müssen nebenan noch die Geräte und Möbel der Profi-Küche eingebaut werden. Fertig sind aktuell lediglich die dazugehörige Kühlzelle und die Abluftanlage. Die hauseigene Küche versorgt später nicht nur die Grundschüler der Sonnentauschule, sondern auch die neue Kita, erläutert Thomas Kirschner. Der Speisesaal kann nach dem täglichen Schulbetrieb künftig auch als Veranstaltungsraum von den Vereinen genutzt werden.

Noch fehlen Küche und Theke: Fachbereichsleiterin Cornelia Holler und Fachdienstleiter Thomas Kirschner (links) zeigen Bürgermeister Manuel Friedrich (rechts) und Fachdienstleiter Kai Hennig den künftigen Speisesaal.

Ebenfalls noch eingerichtet werden müssen die Räume im Obergeschoss. Dort stehen der Schulkindbetreuung neben Büro und Teamraum künftig auch ein Gruppen- und Bewegungs- sowie ein Ruheraum zur Verfügung. Wände, Decken und Bodenbeläge sind bereits fertig, nur die Einrichtung fehlt noch. So auch im künftigen Konferenzraum, der allen Nutzern des Familienzentrums zur Verfügung steht. Gleich nebenan liegen die neuen Büroräume, in die bald der Sozialverband VdK und das Team der Seniorenhilfe Obertshausen einziehen, sowie Multifunktionsräume, die auch von anderen Gruppen genutzt werden können. Im Flügel gegenüber finden die Verwaltung und der Teamraum für die Tausendfüßler Platz, im Erdgeschoß darunter das offene Wohnzimmer des Familienvereins, das auch mit einer Küche ausgestattet ist.

Die Räume und Flure vereint ein gemeinsames Farbkonzept mit rostroten Böden, Wänden in gedeckten Sandtönen und viel Holz, erläutert Cornelia Holler. Für frische Luft und ein angenehmes Raumklima sorgen die großen Fenster und eine Lüftungsanlage. Eine Klimaanlage benötige der Bau nicht: „Wir nutzen stattdessen die Nachtauskühlung“, erläutert die Fachbereichsleiterin. Dafür seien die Fenster mit einer einbruchsicheren Lüftungsmöglichkeit ausgestattet.

Auch Bürgermeister Manuel Friedrich freut sich bereits auf die Eröffnung. „Das Familienzentrum ist für Obertshausen nicht nur ein Meilenstein in der Stadtentwicklung, sondern auch ein starkes Signal der Politik, was wir gemeinsam auf die Beine stellen können“, ist er überzeugt. (Thomas Holzamer)

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