Zuschuss für die Tagesmütter

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Obertshausen - Der in der öffentlichen Wahrnehmung zwischenzeitlich etwas abgeflaute erste Sturm der Entrüstung über die vom Kreis per Tagespflegesatzung faktisch beschnittene Entlohnung der Obertshausener Tagesmütter frischt wieder auf. Von Marcus Reinsch 

Mindestens eine Böe dürfte da ein Antrag sein, über den das Stadtparlament in seiner öffentlichen Sitzung am zweiten Dezember-Donnerstag entscheiden soll: Die CDU zeigt ein Gespür für die Zuschüsse, die die Tagesmütter von der Stadt als eine Art Ausgleich für die scharf kritisierte Kreis-Order erhoffen, die Gebühren für die Betreuung zwar raufzuschrauben, den Akteurinnen selbst aber nichts vom Kuchen abzugeben (siehe „Standpunkt“ auf dieser Seite): Sie fordert, dass jede Tagesmutter ab nächstem Jahr pro Betreuungsstunde einen Euro Zuzahlung aus der Stadtkasse bekommt.

Was dabei unterm Strich herauskommen kann, haben die Christdemokraten gleich hochgerechnet. Als Förderung der Betreuungsform jenseits der noch knappen und kaum zu finanzierenden Plätze in städtischen, kirchlichen und privaten Kindertagesstätten und Krippen für unter Dreijährige sollen insgesamt 37.048 Euro im Haushalt reserviert werden.

So funktioniert das Betreuungsgeld

So funktioniert das Betreuungsgeld

Der Betrag reiche aus, um die Einbußen der Tagesmütter aufzufangen. Der Bericht von Bürgermeister Roger Winter zum „Prüfungsauftrag zu Ausbau und Sicherstellung der Kindertagespflege“ gebe es her, dass eine zusätzliche Förderung durch die Stadt zum Ziel führe, den Tagesmüttern zu helfen. Das fordern die auch selbst konsequent und gerade im Vorfeld des politischen Gipfeltreffens wiederholt.

Die Aufrechterhaltung der Betreuung von Kindern durch Tagesmütter ist wichtig und notwendig“, meint CDU-Fraktionschef Robert Hubert. Überdies würde die Bezuschussung für einen Kita-Platz wesentlich höher ausfallen.

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