Verkehrsversuch bis 1. Juli 2014

Sechs Monate lang Tempo 30

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Die Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeit auf maximal Tempo 30 soll in der Friedrich-Ebert-Straße in Hausen auch für mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger sorgen.

Obertshausen - Verkehrsteilnehmer, die die Friedrich-Ebert-Straße (L 3064) in Hausen befahren, dürfen voraussichtlich von Januar an bis Ende Juni des kommenden Jahres dort nur mit maximal Tempo 30 unterwegs sein. Von Karl-Heinz Otterbein 

Bürgermeister Bernd Roth hat kürzlich einen vom Stadtparlament im November gefassten Beschluss umgesetzt und dafür einen entsprechenden Verkehrsversuch angeordnet. Wie der Rathauschef in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments mitteilte, wird der sechs Monate dauernde Verkehrsversuch in Abstimmung mit Hessen Mobil und der Polizeistation Heusenstamm veranstaltet. Tempo 30 als zulässige Höchstgeschwindigkeit gilt auf der Friedrich-Ebert-Straße auf dem Abschnitt zwischen den Einmüdungen Dresdner Straße und Pfarrer-Schwahn-Straße. Hinter diesen beiden Einmündungsbereichen gilt wieder Tempo 50.

Noch ist Tempo 30 aber nicht in Kraft, da erst entsprechende Verkehrsschilder aufgestellt werden müssen. Roth zufolge werden die genauen Standorte für die Schilder in Einvernehmen mit Hessen Mobil, der Polizeistation Heusenstamm und der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Heusenstamm vor Ort festgelegt. Einen Termin dafür gebe es allerdings noch nicht, solle aber möglichst rasch gefunden werden. Das Aufstellen der Verkehrsschilder übernimmt die Straßenmeister Offenbach, die Kosten trägt das Land Hessen.

„Durch den halbjährigen Verkehrsversuch soll ermittelt werden, welche Auswirkungen eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 tatsächlich auf das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer auf der L 3064 hat“, erläuterte der Rathauschef. „Geschwindigkeitsmessungen sind vorgesehen.“ Eingesetzt werden sowohl ein stationäres Verkehrserfassungsgerät, das rund um die Uhr sowohl die Fahrzeuge zählt als auch deren gefahrene Geschwindigkeit misst, als auch das städtische mobile Tempomessgerät. „Unsere Ordnungspolizisten werden Tempokontrollen zu unterschiedlichen Zeiten vornehmen“, so Roth. „Ohne Kontrollen macht die Anordnung wenig Sinn.“

Unabhängig von dem Verkehrsversuch solle parallel geprüft werden, inwieweit bauliche Veränderungen beziehungsweise Änderungen an der parksituation oder die Einrichtung von Radfahrschutzstreifen sinnvoll seien und realisiert werden könnten. „Wir freuen uns natürlich, dass unsere Initiative endlich zu konkreten Ergebnissen führt und unsere Bemühungen zu mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer in der Friedrich-Ebert-Straße sorgen“, erklärte Birgit Serazio, eine der Sprecherinnen der BI „Tempo 30 für die Friedrich-Ebert-Straße“, die sich seit April 2012 unter anderem für eine Geschwindigkeitsreduzierung in der Straße einsetzt, gestern auf Anfrage.

„Und wir hoffen, dass die erforderlichen Schilder möglichst schnell aufgestellt werden. Wir hoffen natürlich auch, dass Tempo 30 auch nach dem Ende des Verkehrsversuchs bestehen bleibt und, falls erforderlich, weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die gefahrene Geschwindigkeit in der Friedrich-Ebert-Straße zu reduzieren.“ Die Bürgerinitiative „Tempo 30 für die Friedrich-Ebert-Straße werde sich zudem vorerst nicht auflösen, sagte Birgit Serazio. „Wir werden die Sache weiterverfolgen“, so die Sprecherin. „ Gegebenenfalls werden wir uns wieder zu Wort melden“.

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