Vorfahrt für mehr Sicherheit

Grüne wollen Fahrradampel an der Schönbornstraße prüfen

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Der rotmarkierte Fahrradweg endet abrupt vor der Kreuzung: Eine zusätzliche Ampel soll Radlern einen Vorsprung beim Anfahren verschaffen.

Die Sicherheit für Fahrradfahrer im Bereich rund um die Kreuzung Schönborn-, Leipziger- und Bahnhofstraße in Obertshausen bleibt auch in der nächsten Stadtverordnetenversammlung (SVV) und den vorherigen Ausschusssitzungen Thema.

Obertshausen – Nachdem die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen in der vergangenen Sitzungsrunde mit ihrer Forderung nach der Einrichtung von Fahrradschutzstreifen auf dem Abschnitt der Bahnhofstraße zwischen der Einmündung der Straße Im Hasenwinkel und dem Omega-Tunnel gescheitert waren (wir berichteten), soll der Magistrat nun die Möglichkeit einer zusätzlichen Signalanlage für Radfahrer an der Schönbornstraße ausloten. Dieser möge die Machbarkeit und Kosten einer zusätzlichen Verkehrslichtsignalanlage für Radfahrer an der Schönborn-, Bahnhof- und Leipziger Straße geradeaus in Richtung Omega-Tunnel prüfen und den Stadtverordneten daraufhin berichten, lautet der Auftrag. Über diesen soll die SVV am 4. April entscheiden.

Die zusätzliche Ampel, erläutert Grünen-Fraktionsvorsitzender Klaus-Uwe Gerhardt, soll den Radfahrern einige Sekunden vor dem motorisierten Verkehr grünes Licht geben, sodass die Zweiräder zuerst anfahren dürfen. Das, so hoffen die Mitglieder der Fraktion, soll „das subjektive Sicherheitsempfinden“ für Fahrradfahrer merklich verbessern. Zugleich erhöhe sich dadurch die Übersichtlichkeit für alle Verkehrsteilnehmer an dieser Stelle.

Denn der rot unterlegte Radweg auf der Schönbornstraße von Hausen kommend neben dem Hit-Markt endet abrupt, bevor die Bahnhofstraße beginnt. Fahrradfahrer teilen sich ab dort die zudem enger werdende Fahrspur mit dem motorisierten Verkehr. Diese beengte Situation, so hoffen die Grünen, könnte durch die zusätzliche Ampel entzerrt werden. Das würde den Radlern, die aus dem Ortsteil Hausen kommend Richtung Bahnhof fahren, helfen, unfallkritische Situationen zu verringern und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, sind sich die Grünen sicher.

Auch in der Vergangenheit war die Verkehrssituation rund um die Kreuzung bereits mehrfach Thema. So hatte der Verkehrsexperte Professor Dr. Jürgen Follmann von der Hochschule Darmstadt sich im Auftrag der Stadt bereits mit der Verbesserung der Sicherheit an dieser Stelle beschäftigt und den Parlamentariern im Verkehrsausschuss die Ergebnisse präsentiert.

Von Thomas Holzamer

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