Ölfilm auf Rodau führt zu illegaler Tankstelle

Einsatzkräfte der Feuerwehr Obertshausen errichten eine Ölsperre in der Rodau.Foto: bg

Obertshausen - 1 500 Liter Diesel auf ehemaligem Ymos-Gelände gelagert

Mühlheim/Obertshausen (mad/clb) Eine noch unbekannte Menge Diesel hat gestern Vormittag für einen Ölfilm auf der Rodau zwischen Obertshausen und Mühlheim gesorgt.

Als Verursacher der Verunreinigung hat die Polizei einen 49 Jahre alten Mann ermittelt, der auf dem ehemaligen Ymos-Gelände an der Feldstraße in Hausen eine Art illegaler Tankstelle betrieben hat.

In einer Garage hatte der Mann etwa 1500 Liter Diesel gelagert. Dort hatte ein Mühlheimer getankt und den Schlauch zum Container offensichtlich nicht mehr richtig befestigt. Nach Angaben der Polizei sei danach Diesel in noch unbekannter Menge ausgelaufen und über die Kanalisation in Höhe des Friedhofs auch in die Rodau gelangt.

Gegen den Betreiber der Tankstelle und gegen den Mühlheimer sei Strafanzeige erstattet worden. Gegen beide werde ermittelt, hieß es.

Die Feuerwehr war gegen 9.30 Uhr von einem Anwohner aus Lämmerspiel alarmiert worden, der das Öl auf dem Bachlauf entdeckt hatte.

Rund ein Dutzend Einsatzkräfte der Feuerwehren beider Städte errichtete an zwei Stellen in der Rodau (am Wehr in Höhe der Aral-Tankstelle Jäger in Hausen sowie in der Ulmenstraße im Markwald) Ölsperren, welche die ausgetretene Flüssigkeit binden sollte. Weil es sich um einen dünnen Ölfilm handelte, bestand nach Angaben von Mühlheims Stadtbrandinspektor Heribert Hennig keine Gefahr für Flora und Fauna des Baches.

Hennigs Amtskollege Markus Widczisk aus Obertshausen übernahm mit seinen Leuten nach Errichtung der Ölsperre die Suche nach dem Verursacher. Denn der, so Widczisk, sei mit ziemlicher Sicherheit im Stadtgebiet zu finden. So machten sich die Einsatzkräfte mit Wathosen bekleidet in der Rodau auf den Weg, bis sie schließlich die illegale „Quelle“ auf dem ehemaligen Ymos-Gelände entdeckten.

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