Kinder trainieren für die Zirkus-Abschlussshow

Osterferienspiele: Mit Begeisterung bei der Sache

Die Kinder haben mit den bunten Hula-Hoop-Reifen schon so machen Trick auf Lager. - Foto: Prochnow

Obertshausen - Viele kleine Akrobaten haben die Osterferienspiele auch dieses Jahr hervorgebracht. Die Mitarbeiter der Jugendförderung von Obertshausen und Heusenstamm machten 90 Kinder fit für die Manege zur morgigen Jubiläumsshow. Von Michael Prochnow 

Manege frei in der Mehrzweckhalle, der Zirkus ist in der Stadt! Zwar ohne Zelt und wilde Tiere, dafür mit rund 90 jungen Talenten. Montag und Dienstag waren „Schnupperrunden“, da konnten die Kleinen erst einmal alle Disziplinen durchlaufen, testen, welche ihnen liegen. Heute läuft die Generalprobe für das Jubiläumsprogramm, zehn Gruppen trainieren konzentriert in der Turnhalle und auf dem Hof der Joseph-von-Eichendorff-Schule. Sie balancieren und jonglieren, klettern über Leitern oder verwandeln sich in bunt geschminkte Clowns.

Benedikt möchte am liebsten mit den bunten Hula Hoop-Reifen arbeiten. Für die Vorstellung übt der Siebenjährige sehr gewissenhaft selbst während der Mittagspause. Engagiert bei der Sache ist auch die achtjährige Selina, sie lässt die runden Kunststoffrohre schon ganz locker um ihre Unterarme kreisen. Mariella und Katharina, neun Jahre alt, probieren das auch, können aber noch viel besser Jonglieren und werden deshalb morgen mit Keulen und Gummibällen im Rampenlicht der Abschiedsshow stehen. Und die Eltern der achtjährigen Neele werden sicher begeistert den Atem anhalten, wenn ihre Tochter bei der Abschlussshow auf einem großen Gymnastikball balancieren wird.

Insgesamt 14 Mitarbeiter der Jugendförderung beider Städte, Honorarkräfte und Erzieherinnen, betreuen im zehnten Jahr die Osterferienspiele. Geräte und Anleitung des Zirkus-Workshops stammen von der Eventagentur Rolls-Toys aus Wiesbaden, und den beiden Besitzern David de Groot und Hagen Büchner.Besonders beliebt seien die Akrobatik-Nummern, berichten die Event-Profis Auch der Job, sich als Fakir auf Nägel zu legen und über Glasscherben zu gehen, reize viele der Mädchen und Jungen zwischen 7 und 13 Jahren.

Damit die kleinen Künstler bei den vielen Proben ihrer Zirkusnummer nicht überdrüssig werden, gibt es eine zweistündige Mittagspause. Die Heusenstammer haben dazu Karten- und Gesellschaftsspiele mitgebracht, die Gruppe um Michael Jentzsch hat Ball- und Wurfspiele aus dem Rathaus Obertshausen aufgebaut. Trotzdem lassen viele der jungen Talente nicht von den Geräten, werfen die bunten Kegel in die Höhe und schreiten mit „Flügeln“ in den Händen über das stramm gezogene Drahtseil.

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„Die Kinder hier lernen sehr schnell“, schwärmt Daniel von Rolls Toys für den Nachwuchs, „woanders ist das schwieriger“. Das liegt vielleicht auch daran, dass viele Schüler jedes Jahr wieder mitmachen. Und die reißen dann schnell die „Neuen“ mit. Bei den Kindern in der Halle gebe es allerdings große Unterschiede, bemerkt Hagen. Man erkenne rasch, wer regelmäßig Sport treibt oder daheim nur vor der Playstation sitzt.

Die Jugendförderung Obertshausen und die Heusenstammer Kollegen sind ein eingespieltes Team. Aber bei größeren Aktionen wie Busausflügen in einen Freizeitpark sind auch die Rodgauer und Rödermärker mit dabei. Und diese interkommunale Zusammenarbeit funktioniere hervorragend. Am morgigen Freitag um 15 Uhr ist es soweit, dann sind Eltern, Freunde und Gäste in der Mehrzweckhalle an der Waldstraße willkommen. Dann können die Kinder zeigen, was sie Tolles in bei den Ferienspielen gelernt haben.

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