Gleichmäßig aufgeteilt

Pfarrei St. Josef in Obertshausen votiert für Verschmelzung mit Mühlheim und Heusenstamm

Die Kirche St. Josef in Hausen von oben gesehen: Mitte nächsten Jahres wird das Bistum in Mainz entscheiden, wie die Pfarrgemeinden künftig zugeschnitten werden.
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Die Kirche St. Josef in Hausen von oben gesehen: Mitte nächsten Jahres wird das Bistum in Mainz entscheiden, wie die Pfarrgemeinden künftig zugeschnitten werden.

Obertshausen – Die nächste Phase des Pastoralen Wegs beschäftigt auch die katholischen Pfarreien in Obertshausen. Die Kirchengemeinde St. Josef und St. Pius im Stadtteil Hausen hat sich jetzt dafür ausgesprochen, das Dekanat Rodgau künftig in zwei große Gemeinden aufzuteilen.

Wie berichtet, sollen mit dem Pastoralen Weg Gemeinden zusammengelegt werden. Aus 14 Pfarreien im Dekanat sollen höchstens drei werden. Dazu wurden drei Möglichkeiten zur Diskussion gestellt, die aber auch durch weitere Ideen ergänzt werden konnten.

Die Vorschläge des Dekanats sehen folgende Zuschnitte vor: Bei Option eins wird das Dekanat aus zwei Pfarreien bestehen. Pfarrei eins umfasst alle katholischen Gemeinden aus den Städten Mühlheim, Obertshausen und Heusenstamm, Pfarrei zwei jene auch Rodgau und Rödermark. Option zwei überschreitet die bisherigen Dekanatsgrenzen in Richtung Dreieich, es entstehen drei Gemeinden. Zu Pfarrei eins verschmelzen Mühlheim und Obertshausen, zu Pfarrei zwei werden Heusenstamm, Dietzenbach (derzeit Dreieich) und Rödermark, Pfarrei drei bilden die Kirchengemeinden der Stadt Rodgau. Und für die Option drei werden Mühlheim und Obertshausen zu Pfarrei eins, Heusenstamm, die Pfarrei Jügesheim und die Pfarrgruppe Hainhausen/Weiskirchen zu Pfarrei zwei sowie Rödermark und die Pfarrei Nieder-Roden zu Pfarrei drei.

Für St. Josef haben Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat sowie Teilnehmer der Arbeitsgruppen zum Pastoralen Weg gemeinsam die Optionen diskutiert sowie Vor- und Nachteile abgewogen, berichtet die Gemeinde. Eine zusätzlichen Option wurde nicht vorgeschlagen.

Bei der abschließenden Abstimmung sprachen sich 52 Prozent der Beteiligten für die Bildung von insgesamt zwei neuen Pfarreien aus. Für die Option zwei stimmten 31 Prozent, für Option drei 17 Prozent, wobei es aus Hausener Sicht schwer sei, zwischen den Optionen zwei und drei zu entscheiden, da sich für die Gemeinde St. Josef dabei kein Unterschied ergebe: „Vielmehr bleibt festzustellen, dass uns die Entscheidung für insgesamt zwei oder drei neue Pfarreien ausgesprochen schwergefallen ist.“

Als Hauptgründe für die Entscheidung zur Bildung von zwei großen Pfarreien nennt die Hausener Gemeindespitze „die relativ gleichmäßige Aufteilung der Pfarreien“ und eine längerfristige Ausrichtung im Hinblick auf die zu erwartende sinkende Katholikenzahl im Dekanat Rodgau. In Prognosen wird von 17 Prozent weniger Katholiken bis 2030 gesprochen. Zudem sehe man eine große Chance darin, dass die Menschen dieser Gemeinden mehr zusammenwachsen können.

Nachteile seien sicherlich die zu erwartenden weiteren Wege. Jedoch sei man zuversichtlich, dass durch eine bessere Vernetzung und neue Ideen Kräfte gebündelt werden könnten und eine gute Zusammenarbeit möglich sein werde.

Im Februar wird die Dekanatsversammlung über die Wünsche ihrer 14 Gemeinden entscheiden und die Ergebnisse nach Mainz übermitteln. Das Bistum will bis Mitte 2021 endgültig über den Zuschnitt der Gemeinden entscheiden.  clb

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