Von Piraten-Jägern und Tanzstars

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Besonders beliebt war im großen Sitzungssaal des Rathauses Beethovenstraße das Spiel „Der schwarze Pirat“.

Obertshausen - „Aller Guten Dinge sind drei“, sagt ein Sprichwort. Und auch der dritte Obertshausener Spieletag, der am Wochenende im großen Sitzungssaal des Rathauses an der Beethovenstraße stattfand, war ein großer Erfolg. Von Peter Back

„Erstmals waren die Kinder der drei Grundschulen direkt eingeladen“, berichtete Diplom-Pädagoge Daniel Kettler von der städtischen Kinder- und Jugendförderung und freute sich, dass rund 40 Schülerinnen und Schüler aus der Joseph-von-Eichendorfschule sowie rund 20 Kinder aus der Sonnentauschule den Weg in den ersten Stock des Rathaus fanden.

Damit ließen sie die auch in den Weihnachtsferien angebotene Schulbetreuung mit Gesellschaftsspielen ausklingen. Zusammen mit Diplom-Sozialpädagogin Rebecca Henning hatte er den Nachmittag vorbereitet und ein breites Spektrum vor allem an Brettspielen bereitgestellt. Besonders beliebt waren das Kinderspiel des Jahres 2006 „Der schwarze Pirat“, bei dem es galt, mit Hilfe eines Blasebalges, Fahnen- und Windwürfeln sein mit Schätzen beladenes Schiff auf einem Spielbrett vor den Attacken des Piraten zu schützen. Auch Memory-Spiele, bei denen Redewendungen wie „Schimpf und Schande“ oder „Lug und Trug“ zusammengeführt werden mussten, waren schnell vergriffen. Wenn auch kein eigentliches Brettspiel, so doch vor allem bei Mädchen heiß begehrt war „Twister Moves“, bei dem sich die Akteure als Tanzstar betätigen konnten. Klassiker wie „Das Magische Labyrinth“, unterschiedliche Quizspiele oder das Konzentrations- und Geschicklichkeitsspiel „Jenga“, waren im Angebot.

Aber auch Gesellschaftsspiele mit verheißungsvollen Namen wie „Zoff im Zoo“, „Kakerlakensalat“ oder „Heckmeck am Bratwurm-eck“ versprachen Spaß und Spannung. Besonders kreativ zeigten sich die sechsjährige Yasmina Mourankou und ihre Freundin Lisa-Marie Celentano, die das Spiel „Schlag den Raab“ mit eigenen Spielregeln aufpeppten und TV-Atmosphäre im Sitzungssaal verbreiteten.

Keine langatmigen Spiele

„Wichtig ist uns, Kindern Spiele anzubieten, die nicht zu langatmig sind und die sie auch zu Ende spielen können“, berichtete Daniel Kettler, der sich seit zehn Jahren in der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Obertshausen engagiert. Dass Kinder erfahren können, dass es sich lohnt, bei einer Sache zu bleiben und nicht vorher aufzugeben, sieht er ebenfalls als lohnenswertes Ziel. „Außerdem freut es uns, wenn wir Eltern dazu bringen, mit ihren Kindern zusammen zu spielen und so das Gemeinschaftserlebnis fördern“, betonte Daniel Kettler. Auch aus diesem Grund waren Eltern ausdrücklich willkommen.

Schon jetzt wies Daniel Kettler auf die Jugenddisco hin, die die Kinder- und Jugendförderung zusammen mit den jungen Fraktionen der politischen Parteien im Bürgerhaus im Frühjahr veranstalten wird. Ein genauer Termin dafür steht noch fest. Zusammen mit der Jugendförderung der Stadt Heusenstamm wird zudem wieder ein einwöchiger Osterzirkus organisiert, bei dem die Aktiven in Workshops Jonglagedarbietungen, Einradfahren und akrobatische Kunststücke einüben und in einer großen Abschluss-Show vorführen werden.

Die Vorbereitungen für das große europäische Jugendcamp, bei dem sich Kinder und Jugendliche aus den Partnerstädten und befreundeten Kommunen erstmals im Sommer in Obertshausen treffen werden, laufen ebenfalls an. „Für die Osterferien planen wir einen Veranstaltungskalender, in dem alle Obertshausener Vereine und Initiativen ihr Angebot an Kinder und Jugendliche präsentieren können“, wies Daniel Kettler auf ein weiteres Projekt der Kinder- und Jugendpflege hin.

Schon früher geht es mit dem Mitternachtssport weiter, denn mit den Weihnachtsferien sind auch die Ferien des Mitternachtssports der Jugendförderung zu Ende. Zum ersten Mitternachtssport nach den Ferien lädt die städtische Jugendförderung alle Jugendlichen von 13 bis 20 Jahren für den kommenden Freitag, 13, Januar, zur gewohnten Zeit von 22 bis 1 Uhr in die Sporthalle der Hermann-Hesse-Schule im Hasenwinkel ein.

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