Sanierung oder Neubau?

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Eine von der Planungsgruppe Darmstadt earbeitete Variante zur Zukunft der beiden Rathäuser in Hausen und Obertshausen sieht vor, die Aktivitäten der Stadtverwaltung im Rathaus Schubertstraße zu bündeln und dieses dafür entsprechend auszubauen.

Obertshausen - Die beiden Rathäuser in Hausen und Obertshausen sind in die Jahre gekommen und was Energieeffizienz, Brandschutz und Barrierefreiheit betrifft längst nicht mehr auf dem neuesten Stand. Von Karl-Heinz Otterbein 

Die Stadtverwaltung hat daher einen Parlamentsbeschluss umgesetzt und die Planungsgruppe Darmstadt beauftragt Vorschläge zu erarbeiten, wie die Zukunft der Rathäuser aussehen könnte. In der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses am Donnerstagabend haben die Diplom-Ingenieure Udo Raabe und Karin Begher von der Planungsgruppe von ihnen entwickelte Konzepte vorgestellt, die die Vergleichbarkeit der Lösungen ermöglichen sollen.

Variante A sieht vor, beide Rathäuser zu erhalten und für zusammen rund zwölf Millionen Euro zu sanieren und um die erforderlichen Fraktionsräume zu erweitern. Die Arbeiten würden nacheinander erfolgen und insgesamt etwa drei Jahre dauern. Bei Variante B würden alle Aktivitäten der Stadtverwaltung im Rathaus Schubertstraße in Hausen gebündelt, das für rund 10.5 Millionen Euro entsprechend saniert und ausgebaut würde. Das Rathaus Beethovenstraße könnte anderweilig genutzt oder verkauft werden. Für diese Variante rechnen die Planer mit einer Bauzeit von etwa zweieinhalb Jahren.

Als Variante C schlagen die Ingenieure der Planungsgruppe vor, im mittleren Stadtbereich auf dem Gelände neben der evangelischen Waldkirche ein neues Rathaus ohne Tiefgarage zu errichten, Variante D wäre der Neubau eines Rathauses auf dem genannten Areal mit einer Tiefgarage. Variante C würde den Schätzungen der Planer zufolge nach derzeitigem stand etwa 12,5 Millionen Euro kosten, ihre Realisierung etwa drei Jahre dauern. Variante D wäre die mit 14,3 Millionen Euro teuerste Lösung, deren Realisierung mit etwa dreieinhalb Jahren Bauzeit auch am längsten dauern würde.

Bei beiden Neubau-Vairianten würden die bestehenden Rathäuser Schubertstraße und Beethovenstraße anderweilig genutzt beziehungsweise verkauft werden können. Bürgermeister Bernd Roth machte in der Sitzung deutlich, dass es sich bei der Präsentation der Vorschläge der Planungsgruppe um eine erste Lesung handelte. Über die Konzepte können nun die Fraktionen diskutieren, später soll auch die Bevölkerung in die Überlegungen mit einbezogen werden. Zum Thema Zukunft der beiden Rathäuser werde es eine Bürgerversammlung geben, bei der alle Vorschläge ausgiebig vorgestellt werden und diskutiert werden können, so der Bürgermeister. Bis zu einer Entscheidung des Stadtparlaments werde sicher noch einige Zeit ins Land gehen.

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