Reparaturen sind notwendig

Bürger für Obertshausen besichtigen städtische Minigolfanlage

Die Minigolfanlage am Bürgerhaus haben die BfO-Fraktionsmitglieder besucht.
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Die Minigolfanlage am Bürgerhaus haben die BfO-Fraktionsmitglieder besucht.

Viel herum kommen die Bürger für Obertshausen (BfO) derzeit. Die Mitglieder der Stadtverordneten-Fraktion nutzen die Sommerpause für Ortstermine, um sich möglichst umfangreich über potenzielle Projekte in der Kleinstadt mit Herz zu informieren. So zählt auch die städtische Minigolfanlage am Bürgerhaus zu den Anlaufstationen der „Bürger“, wo sie mit dem Pächterehepaar Andrea und Jürgen Gottwald ins Gespräch kommen und auf Verbesserungspotenzial stoßen.

Obertshausen – Das Ehepaar Gottwald betreibt die knapp 60 Jahre alte Anlage seit etwa 22 Jahren und hat noch sichtlich Spaß dabei. Dennoch ist beiden klar, dass etwas getan werden muss, schließlich sei die Minigolfanlage eine spaßige und vor allem kostengünstige Freizeitmöglichkeit für Familien. „Wo kriegt man denn sonst zwei Stunden Spaß für so wenig Geld?“, fragt Jürgen Gottwald rhetorisch. Ein Spiel für Erwachsene kostet zwei Euro, Kinder zahlen die Hälfte. Doch einige Bahnen sind in die Jahre gekommen.

Um diese Defizite auszubessern, hat das Ehepaar auch eine Idee: „Wir haben schon seit Jahren bei mehreren Fraktionen angeregt, dass man doch mal Kontakt zu Firmen aufnehmen und sich nach einem Sponsoring erkundigen könnte.“ So könnte man die Attraktivität erhöhen und der Stadt gleichzeitig Geld sparen. „Das Geld, das im Haushalt ist, kann man dann vielleicht anderweitig verwenden“, schlägt Jürgen Gottwald vor, während seine Frau den Wunsch nach einer Rampe äußert. „Für Rollstuhlfahrer ist es gerade am Eingang etwas schwierig“, sagt sie.

Trotzdem wird die Anlage sehr gut angenommen. So finden auf dem Gelände regelmäßig Kindergeburtstage statt und bald kommt der erste Sektempfang dazu. „Es gibt doch jetzt den Trausaal nebenan“, erläutert Andrea Gottwald. „Und da hat man bei uns angefragt, ob man den Empfang nicht bei uns machen könnte.“ Die Gottwalds können sich vorstellen in Zukunft häufiger das Gelände für solche Anlässe zur Verfügung zu stellen. Mit diesen Ideen rennen sie bei den Bürgern für Obertshausen offene Türen ein. Beim Rundgang auf dem Gelände stellen sie mehrere Mängel in Bezug auf die Barrierefreiheit fest und sprechen sich für Verbesserungen aus. Auch in Hinblick auf Reparaturen der Bahnen sind sie sich einig, dass etwas getan werden muss.

Christian Kolinko, Vorsitzender des Sportausschusses, bringt die Idee eines Abenteuergolfes ins Spiel. Dazu sollen die Bahnen etwas außergewöhnlicher gestaltet werden. „Damit könnte man die Attraktivität der Anlage enorm steigern“, sagt Kolinko. Die Fraktionsvorsitzende der Bürger, Laura Schulz, pflichtet ihm bei: „Wir sehen da eine Notwendigkeit zu diesem Thema, da die Anlage eine gute Anlaufstelle für Kinder und Familien darstellt.“

Der Fraktion sei es klar, dass die Minigolfanlage defizitär betrieben werden wird, aber man sollte sie trotzdem unterstützen. „Wir sehen das Potenzial, dass wir noch mehr Leuten eine Freude machen können“, fasst Kolinko zusammen.

Aus diesem Grund plant die BfO gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner einen Prüfantrag, um die Chancen zur Attraktivitätssteigerung der Minigolfanlage und angrenzender Flächen auszuloten. Auch Bürgermeister Manuel Friedrich ist nicht abgeneigt, jedoch stellt er auch klar, dass vieles bisher noch nicht thematisiert worden sei. „Bisher gab es noch keine Anfragen“, sagt der Rathauschef etwa in Hinblick auf ein mögliches Sponsoring. Zudem habe sich die Verwaltung grundsätzlich noch nicht mit diesem Thema befasst, da es nie einen entsprechenden Auftrag von Seiten der Politik gegeben habe.

Außerdem bestätigt Friedrich, dass einige der Bahnen und Hindernisse noch in diesem Jahr ausgebessert werden sollen. „Man wird Verbesserungen feststellen können“, sagt er. Wie es weiter geht, müsse sich nach der Sommerpause zeigen, wenn die Politik die Verwaltung mit neuen Aufgaben betraut und somit vielleicht einige Ideen der Verpächter in die Tat umsetzen kann. (Von Jan Max Gepperth)

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